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Jahrgang 22 (1930) (14)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1930_22_14
Titel:
Jahrgang 22 (1930)
Bandzählung:
14
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Epilog zur ersten Figdor Auktion
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 22 (1930) (14)
  • Titelseite
  • Londoner Versteigerungen
  • Epilog zur ersten Figdor Auktion
  • Conan Doyles Spiritistenmuseum
  • Der fünfte Raffel in Amerika
  • Ein neuer Columbus Fund
  • Handschriften und Inkunabeln
  • Meine chinesische Sammlung
  • Eduard Grützners Nachlass
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Nr. 14 
INTERNATIONALE SAMMLER - ZEITUNG 
Seite 163 
— x. Wo das Aufgeld höher ist, rechnen sie die 
20% in das X ein, sie müssen also weniger bieten, 
um nicht über ihre Bewertung zu kommen, d. h, die 
Auktion ergibt niedrigere Zuschlagspreise, geringe 
ren Ertrag für den Besitzer oder den betreffenden 
Nachlaß, so ist es klar, daß solche Plätze gemieden 
werden, 
Um wieder auf den Fall Figdor zurückzukom 
men, muß man sich klar machen, daß der bedeutende 
Erlös derselben nicht nur durch die oben auf- 
gestellte Rechnung, sondern hauptsächlich durch die 
enormen Kosten für Propaganda, Katalog, Spesen, 
nicht zum wenigsten durch die Kriegskosten vor der 
Auktion stark reduziert wurde. Die »Kriegskosten« 
bestanden darin, daß die Besitzer für die Freigabe 
einen sehr beträchtlichen Teil der Sammlung dem 
Bunde überließen, der bei der Bilanz schwer ins 
Gewicht fallen wird, ebenso wie die Bankzinsen, 
die durch die lange Verzögerung der Auktionen er 
wachsen sein dürften. 
Daß die Auktionatoren an den großen Beträgen 
nur mit einem bescheidenen Prozentsätze beteiligt 
sind, sei hier nur nebenbei erwähnt. 
Und die Lehre daraus? Will man Wien als 
Kunsthandelsplatz — und was dazu gehört — auch 
als Kunstauktionsplatz erhalten, bezw. retten, dann 
müssen die an Wahnsinn grenzenden Auktionssteuer 
und die Luxussteuer für Kunstgegenstände — ein 
Ueberbleibsel aus der Inflationszeit — ehestens ver 
schwinden, die Ausfuhrtaxe wenigstens auf ein Mi 
nimum herabgesetzt werden. 
Luxussteuer und Ausfuhrtaxe bringen notorisch 
ohnedies keinen nennenswerten Ertrag und bilden 
nur eine unglaubliche Erschwerung für den Kunst 
handel, und eine mäßige Auktionssteuer wird erst 
dann einträglich werden, wenn die großen wertvol 
len Sammlungen nicht mehr ins Ausland gehen und 
wieder in Wien versteigert werden können. 
Conan Doyles Spiritistenmuseum. 
Der berühmte Verfasser der Sherlock-Holmes- 
Romane, Conan Doyle, der am 9. Juli in London 
gestorben ist, hat, wie von dort gemeldet wird, 
einen Teil seines nach mehreren hunderttausend 
Pfund zählenden Vermögens für spiritistische Pro 
pagandazwecke hinterlassen. 
Einen sehr großen Wert stellt Conan Doyles 
Spiritistenmuseum dar. Dies ist die größte 
Privatsammlung von Dokumenten und Gegenstän 
den, die mit der Geschichte des Spiritismus Zusam 
menhängen. Das Museum umfaßt vor allem eine 
ganze mediale Gemäldegalerie, Bilder, die im Trance 
zustand von Medien gemalt worden sind, darunter 
auch einige Werke des berühmten L e s a g e, eines 
französischen Bergarbeiters, der im hypnotischen 
Zustand wundervolle Bilder zu schaffen verstand. 
Eine reiche Kollektion von Geisterphotographien, 
von Paraffinabgüssen materialisierter Gebilde, ferner 
eine sehr reichhaltige Bibliothek mit zahlreichen 
Unika ergänzen die Sammlung. 
Diese Sammlung hat Conan Doyle einem Zirkel 
vermacht. Ursprünglich war seine Absicht, die be 
rühmte Londoner »Gesellschaft für psychische For 
schung« damit zu bedenken; da er jedoch wenige 
Monate vor seinem Tode sich mit den Führern die 
ser Gesellschaft, denen er mangelnde Ueberzeugung 
vorwarf, zerworfen hatte, änderte er seine ursprüng 
liche Disposition ab. Als er vor acht Wochen schwer 
erkrankte und der Gedanke, daß er sterben werde, 
sich immer mehr seiner bemächtigte, rief er den 
Leiter eines Spiritistenzirkels, an dessen Sitzungen 
er wiederholt teilgenommen hatte, zu sich und er 
klärte ihm, diesen Verein als Verwalter des Mu 
seums bestellen zu wollen. 
Der fünfte Jlaffael in Amerika. 
Die Abwanderung europäischer Kunstschätze 
nach Amerika geht langsam, aber stetig vor sich. 
Nun ist wieder ein Raffael über den Ozean ge 
gangen. 
Wie uns mitgeteilt wird, ist das Porträt des 
Evang. Tarascono Parmegiano von Raffael durch 
Vermittlung der New Yorker Filiale des Wiener 
Kunsthauses E. & A. Silbermann an einen Groß 
industriellen nach Chicago verkauft worden. Der 
nerfe Besitzer hat das kostbare Gemälde sofort dem 
Museum der schönen Künste seiner Heimatstadt als 
Leihgabe überwiesen und durchblicken lassen, daß 
er nicht abgeneigt sei, es dauernd dem Museum zu 
überlassen, wenn sich zeigen würde, daß die Chica- 
goer Interesse für das Bild haben. Die Absicht ist 
rasch bekanntgeworden und hat geradezu einen An 
sturm auf den Saal hervorgerufen, in dem der Raf 
fael zur Schau gestellt ist. Ganz Chicago wetteifert 
in dem Wunsche, zu dokumentieren, wie sehr es 
den großen Urbinaten schätzt und wie sehr es 
ihm daran läge, das Bild dauernd im Besitze des 
Museums zu wissen, 
Der Parmegiano, der sich bisher im Besitze 
eines alten Adelsgeschlechtes Deutschlands befand, 
ist das fünfte Gemälde von Raffael, das die neue 
Welt besitzt. Das erste Bild Raffaels, das in Ame 
rika auftauchte, kaufte Pierpont Morgan und 
stellte es in munifizenter Weise dem Metropolitan 
Museum in New York zur Verfügung. Dieses Ge 
mälde ist ein großes Altarbild, das die Heilige Fa 
milie im Kreise einer Anzahl von Heiligen darstellt. 
Es ist in großen Dimensionen gehalten und entfachte 
zur Zeit seiner Abwanderung in der alten und neuen 
Welt gleich großes Aufsehen und die gleiche Flut 
von Vorträgen und Zeitungsartikeln. Seitdem ist 
man in Europa duldsamer, ärmer, resignierter ge 
worden. 
Das Gardener Museum in Boston ist das 
zweite amerikanische Museum, das sich rühmen 
kann, ein Werk von der Hand Raffaels sein Eigen 
zu nennen. Ein Papstbild, ein Porträt des kunstsin 
nigen und gewalttätigen Mediceers Julius II., das das 
Entzücken der Besucher erregt. 
Auch in zwei Privatgalerien Amerikas hängen 
Bilder Raffaels. Ein Bild des Giulio Medici, also 
wieder Julius II., aus der Zeit, als er noch nicht die 
Tiara trug, gehört dem Besitzer der Collection 
Bache in New York, und in der Sammlung 
Mellon in Pittsburg findet sich eine Heilige 
Familie, ein Meisterwerk des berühmten Malers des 
Cinquencentos.
	        

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“Jahrgang 22 (1930).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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