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Jahrgang 22 (1930) (20)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1930_22_20
Titel:
Jahrgang 22 (1930)
Bandzählung:
20
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Chronik
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 22 (1930) (20)
  • Titelseite
  • Die zweite Figdor Auktion
  • Sammlung Camillo Castiglioni
  • Auflösung der fürstlich Löwensteinschen Bibliothek
  • Porzellanversteigerung in Berlin
  • 310. Kunstauktion bei Wawra
  • Dubletten der Eremitage
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Nr. 20 
INTERNATIONALE SAMMLER - ZEITUNG 
Seite 227 
HANDSCHRIFTEN. 
(Das Vocabülarium Latinum Pergrande aufgefunden.) Ein 
wichtiges Manuskript des 14, Jahrhunderts, das von dem Mai 
länder Professor Luigi Sorrinto in einer Bibliothek zu 
Palermo entdeckt worden ist, wird demnächst von der Uni 
versität Mailand veröffentlicht werden. Es ist das Voca- 
bularium Latinum Pergrande, das von dem Abt 
des Benediktinerklosters San Martino della Scala bei Palermo, 
Agelo Sinesio, verfaßt wurde. Es ist eine Art Enzyklopädie 
mit etymologischen Bemerkungen, Namen von Professoren und 
Städten, Beschreibungen von Volksbräuchen. Die Gelehrten 
wußten, daß solch ein Wörterbuch der mittellateinischen 
Sprache verfaßt worden war, aber das Werk selbst ist erst 
jetzt aufgefunden. 
PHILATELIE. 
(Neue dänische Marken.) Aus Kopenhagen wird uns 
berichtet: Zum 60. Geburtstag des Königs Christian X. gab 
die Postverwaltung eine neue Serie Briefmarken her 
aus, die das nach neuen Zeichnungen hergestellte Bild des 
sehr volkstümlichen Königs zeigen. Die Serie umfaßt die Werte 
von 5 bis 40 Oere. Für den Sammler ist beachtenswert, daß 
verschiedene kleinere Werte der dänischen Briefmarken bei 
der Senkung der Drucksachengebühren vor kurzem einer 
Farbenänderung unterworfen wurden. 
VERSCHIEDENES. 
(Ilsa Riepin), der berühmte russische Maler, der schon 
seit längerer Zeit krank war und mehrfach fälschlich tötgesagt 
wurde, ist am 29. September inHelsingforsan einem Herz 
schlag gestorben. Rjepin, der 1844 im Gouvernement Charkow 
geboren wurde, gehörte zu der Gruppe der „Wanderer", die 
Fig. 3. Niederbayrischer Meister, Anf. 16. Jahrh. 
Sammlung Jacob H, Weiller, Frankfurt a. M, 
Versteigerung bei Hugo Helbing, Frankfurt a, M. am 21. Okt. 
diesen Namen von ihren Wanderausstellungen herleiteten und 
die eine Anzahl der bedeutendsten russischen Maler der neu 
ern Zeit umfaßten. Seine Ausbildung erhielt er auf der Peters 
burger Akademie. Den ersten durchschlagenden Erfolg erzielte 
er 1871 mit seinem Gemälde „Die Auferweckung von Iairis 
Töchterlein''. Noch größeres Aufsehen machten „Die Schiffs 
zieher an der Wolga“; der mächtige Realismus, mit dem hier 
ein sozialer Gegenstand behandelt wurde, trug ihm den Bei 
namen des russischen Courbets ein. Aus einer Reihe von Bil 
dern, die ihre Vorwürfe der russischen Geschichte und Sage 
entnahmen, sei das totschlaglaunige „Kosakenschreiben" her 
vorgehoben, eine Szene aus den abenteuerlichen Kriegen der 
Kosaken gegen die Türken. In späteren Jahren widmete sich 
Rjepin hauptsächlich der Porträtmalerei, Sehr bekannt ist sein 
Bildnis von Tolstoi, der in bäuerlicher Kleidung hinter dem 
Pflug dargestellt ist. 
VOM KUNSTMARKT. 
(Gemälde alter Meister.) Am 28. Oktober findet in Rud. 
L e p k e‘s Kunst-Auctions-Haus in Berlin eine Versteigerung 
von Gemälden alter Meister statt, die aus den Beständen alt 
berühmter Sammlungen eine Anzahl ausgezeichneter Gemälde 
enthält. Der alten Berliner Sammlung Eugen Schweitzer 
gehören eine Reihe früher italienischer Bilder sowie die inter 
essante Anbetung der Könige, ein Frühwerk vom Meister des 
Bartholomäus-Altars. Aus der Sammlung eines deutschen 
Diplomaten nennen wir eine Anzahl hübscher niederlän 
discher Bilder von Francken, Fyt, Weenix, Hondecoeter, E. v 
d. Velde, sowie ebenfalls hübsche dekorative Arbeiten der 
Vernet, Marieschi usw. Besonders erwähnenswert ist ein schö 
nes Gruppenbildnis „Die Kurfürstin Elisabeth von Pfalz-Zwei 
brücken mit ihren drei Söhnen", das Sir Peter Lely zugewiesen 
ist. — Die Bestände der Bank für Deutsche Beamte 
enthalten gute Arbeiten der holländischen Meister des 17. J., 
von denen wir Lingelbach, S. de Köninck, Heemskerk, Too- 
renvliet, Duck, Wyk, Heeremans etc. nennen. Einige der Ge 
mälde sind kunsthistorisch nicht ohne Interesse, wie z, B. eine 
große Heilige Magdalena von Janssen, mit einem §tilleben von 
Frans Snyders. 
Den Beschluß der Auktion macht eine Reihe von ausge 
wählten Bildern aus Privatbesitz. Es ist darunter ein Porträt 
des preußischen Münzmeisters Neubauer, der sich (1749) 
unter Friedrich dem Großen auf Beschuldigungen hin. 
die sich nach seinem Tode als grundlos erwiesen, erschossen 
hat, Schließlich nennen wir noch schöne Porträts von Pour- 
bus, Pesne, Ravesteyn, Moroni, sowie die „Susanne im Bade“ 
von M. P e p e y n, die bisher nur in dem von Oldenbourg 
publizierten Stich des Ballin bekannt war und die schöne Dar 
stellung einer Reitbahn im Park einer römischen Villa. 
Der mit 25 Abbildungstafeln versehene Katalog (Nr. 20331 
ist durch Rud. L e p k e zu beziehen. 
(311, Kunslauktion bei C. J. Wawra.) Die nächste (311.) 
Versteigerung, die das Kunstauktionshaus C. J. Wawra ver 
anstaltet, ist eine der jetzt so in Mode gekommenen Haus 
auktionen. Vom 27. bis 30. Oktober gelangt in der Wohnung 
IV., Prinz Eugenstraße 34, 3. Stock, Tür 5 mit der Einrichtung 
eines bekannten Wiener Großindustriellen dessen Kunstsamm 
lung unter den Hammer. Kunstverständnis und Geschmack 
haben da ein Kunstgut zusammengebracht, das des Interesses 
der Sammler und Kunstliebhaber gewiß ist. In erster Linie sind 
es die Gemälde, die Aufmerksamkeit verdienen, Wir fin 
den da sehr gute Arbeiten von Meistern wie B I o m a e r t 
(Winterlandschaft), Cuylenbach, Claude Gillot (Fest im Frei 
en), Greuze (Kinderbildnis), Cornelis de Heem (Stilleben), 
Hemskeerk, Gerard van Honthors t, Lieder sen., 
Salvatore Rosa, Andrea V a c c a r o, Jan Wynants u. a. 
Beachtenswert erscheinen uns auch die alten Kopien nach 
Guido R e n i, Paolo Veronese und anderen: sie zeigen 
eine gute Hand. Qualität haben auch die Miniaturen, von 
denen viele Dosen schmücken. Sehr groß ist der Bestand an 
Silbergeräten, Tellern, Tafelaufsätzen, Teekannen udgl.; ein 
Prachtstück ist das aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stam 
mende Reiterstandbild des Prinzen Eugen. Unter den Bronzen 
ist ein leider etwas unvollständiger Putto, der den Arbeiten 
Fiammingos nahesteht; ein Bacchus aus dem 16. Jahrhundert 
ist augenscheinlich der zwischen 1511 und 1514 entstandenen 
Marmorstatuette des Sansovino im Museo Nazionale in Flo 
renz nachgebildet. Holzskulpturen und Möbel aus dem 18. 
Jahrhundert, wie wertvolle Porzellane und Majoliken ergän 
zen die Sammlung. 
(Deutsche Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts.) Am 
4. November werden von Math. Lempertz in Köln deut 
sche Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts versteigert, die 
aus ausländischem und rheinischem Besitz stammen. Das An 
gebot enthält Werke von; H, v. Zügel, L. Corinth, Gerh. Jans 
sen, F. v. Uhde, L, Knaus, J. Sperl, F. Voltz, G. Jagerspacher. 
B. Vautier, A. u. 0, Achenbach, G. v, Bochmann, A. Calame, 
F. v. Defregger, E. v. Grützner, C. F, Deiker, E, v. Gebhardt,
	        

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“Jahrgang 22 (1930).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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