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Jahrgang 23 (1931) (6)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1931_23_6
Titel:
Jahrgang 23 (1931)
Bandzählung:
6
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Titelseite

Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Titelseite

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 23 (1931) (6)
  • Titelseite
  • Werbung
  • Titelseite
  • Auktion Erich von Goldschmidt Rothschild
  • Englische Sammlungen
  • Graphik Versteigerung in Berlin
  • Aus Wiener Besitz
  • Antike orientalische Teppiche
  • Die Porzellanmanufaktur der Sowjetunion
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Internationale 
^ammler-^ßifunß 
Zentralblatt für Sammler, Liebhaber und Kunstfreunde 
Herausgeber: Norbert Ehrlich 
23. Jahrgang Wien, 15* März 1931 Nr. 6 
^Auktion Crich von Soldschmidt-Jlothschild, 
Die Sammlung Erich von Goldschmidt- 
Rothschild, die Hermann Ball und Paul G r a u- 
p e in Berlin gemeinsam vom 23, bis 25, März zur 
Auflösung bringen, hat ■ einen großen Zuschnitt. 
Ein höchst kultivierter, stark persönlich eingestellter 
Geschmack, verbunden mit einer umfassenden Kennt 
nis der Materie und einem sicheren Qualitätsgefühl, 
hatte hier in jahrelanger, intensiver Sammeltätigkeit 
die Verwirklichung des Ideals erstrebt, das im 18. 
Jahrhundert selbstverständlich schien: Der gesamte 
Bestand an Gemälden, Zeichnungen, Farbstichen. 
Mobiliar, silbernem und bronzenem Gerät, Tapis 
serien, Seidenstoffen, Bijouterien und Porzellan war 
nach einem wohlüberlegten Plan als Dekoration der 
Wahnräume in der Berliner Tiergartenstraße zu 
einer großartigen Gesamtwirkung zusammengefaßt. 
Innerhalb dieses Ensembles hatte jedes einzelne Ob 
jekt eine bestimmte Funktion, ohne daß es in seiner 
selbständigen Geltung beeinträchtigt worden wäre. 
Mit Eifer wachte der Besitzer darüber daß die bis 
ins kleinste festgelegte Anordnung nicht gestört 
werde. Sein intimes Verhältnis zu den Dingen duldete 
nicht, daß der unmittelbare Kontakt mit dem Kunst 
werk durch Vitrinen erschwert oder unmöglich ge 
macht wurde, nur die empfindlichen Meissener Ge 
schirre mit Feinmalereien der frühen Höroldt-Periode 
waren für sich im Speisezimmer in einem großen 
Glasschrank vereinigt, der selten dem Besucher 
offen stand. 
Dieser an sich schon imponierende Kunstbesitz 
erhielt durch das Vermächtnis der Baronin Mathilde 
von Rothschild in Frankfurt am Main und des 
Barons Ferdinand von Rothschild in London 
einen qualitativ bedeutenden Zuwachs an Gemälden, 
Graphik, Möbel, Bronzen, Bijouterien und Porzellan, 
der sich dem Ganzen organisch einfügte. Damit emp 
fing die Sammlung die letzten Glanzlichter. 
Das Schwergewicht der Sammlung liegt in den 
französischen Möbeln der Louis-XV,- und Louis-XVI.- 
Epoche, die durch die Mannigfaltigkeit der Typen 
und die große Zahl der signierten Stücke über 
raschen. Von dem ausgezeichneten und besonders 
geschätzten Ebenisten Jacques Dub ois stammt ein 
signierter Schreibsekretär aus japanischen Scbwarz- 
läckplatten mit Bronzebeschlägen (C couronne 
auf allen Teilen) und komplizierter Inneneinrichtung 
in Rotlack, von C. F, D u f o u r zwei signierte Envoi- 
gnuren in Schwarzlack, von Andre Louis Gilbert 
eine reich intarsierte Louis-XVL-Kommode mit 
Bronzebeschlägen und ein ovaler intarsierter Louis- 
XVI.-Tisch, von Jacques Laurent Cosson ein herr 
licher Ecktisch mit Mahagoni- und Holzeinlagen, 
von Moreau ein interessanter Toilettetisch aus 
Mahagoni mit Schreibplatte und Spiegel im Innern, 
Damit ist die Zahl der bezexchneten Möbel aber noch 
lange nicht erschöpft. Der Voyeuse in der Art des 
Louis Del an ois (1761—1792) ähnelt ein iStück 
in der Sammlung Camondö im Pariser Louvre. 
Die Bronzen rechtfertigen eine eigene Rub 
rik in dem prachtvollen, mit. 108 Tafeln überreich ge 
schmückten Katalog, Allen voran wären die beiden 
figürlichen Regence-Kandelaber sowie das Paar 
meisterlich ziselierter LeuchLer in scharf bewegtem 
Rocaillestil nach Meissoniers Entwurf, vermutlich 
aus der Caffieri-Werkstatt, zu nennen. Zu erwähnen 
wären weiters das Paar großer Kandelaber mit 
stehenden Frauenfiguren in Falconets Art, die große 
Louis-seize-Standuhr, die wahrscheinlich von Gou- 
thiere stammt, die beiden Leuchtervasen, deren 
Pendant im Viktoria- und Albert-Museum in London 
zu finden ist, und ein Paar Wandleuchter mit weib 
lichen Karyatiden von Forestier. 
Unter dem Silber finden sich schöne Augs 
burger und Pariser Arbeiten der Regencezeit, Die 
Abteilung der B i j o u x enthält unter anderem zwei 
kostbare goldene Kleinode des Pfalzgrafen Wolf 
gang Wilhelm und des Kurfürsten Maximi 
lian I. von Bayern, Renaissanceschmuck, Arbeiten 
aus Halbedelstein, goldene Stockgriffe und Taba- 
tieren, außerdem eine große Anzahl von Galanterien, 
die auch von kulturhistorischem Interesse sind. Eine 
runde Tabatiere mit kameeartig, in Weiß und 
Schwarz gemalten Amorettenbildchen, trägt die Si 
gnaturen „M. De Gault“ und ,,M. D.“ M. Degault 
ist weiteren Kreisen durch seine Mitarbeit an dem 
berühmten Schmuckschrank bekannt, den Schwert 
feger und Thomire als Geschenk der Stadt Paris an 
die unglückliche Königin Marie Antoinette 
im Jahre 1787 fertigstellten. 
Ein Gebiet, das Herr von Goldschmidt-Roth 
schild trotz seiner vielseitigen Sammeltätigkeit be 
vorzugte und das er bis in die jüngste Zeit intensiv 
ausgebaut hat, war das Porzellan, Dabei reizte 
ihn nicht so sehr das Typische, sondern das Außerge 
wöhnliche, das seinem Spürsinn selten entging. Von 
süddeutschem Porzellan besaß er nur einige Proben, 
Auch China war nur mit wenigen dekorativen Stük- 
ken, zumeist aus der Kang-Hsi-Periode vertreten.
	        

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“Jahrgang 23 (1931).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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