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Jahrgang 24 (1932) (24)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1932_24_24
Titel:
Jahrgang 24 (1932)
Bandzählung:
24
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Chronik
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 24 (1932) (24)
  • Titelseite
  • Werbung
  • Die Auktion James Simon
  • Hofrat Luschin-Ebengreuth
  • Die Herbstversteigerungen bei C. G. Boerner
  • Der Urheber-Anteil
  • 417. Kunstauktion des Dorotheums
  • Ergebnis der Auktion George Blumenthal
  • Das Urteil im van Gogh-Prozeß
  • Rheinischer Kunstbesitz
  • Fälschungen ohne Ende
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Seite 220 INTERNATIONALE SAMMLER - ZEITUNG 
(Eine Kalendermedaille.) Da® Hauptmünzamt in Wien hat 
eine 'Kalendermedaille auf das Jahr 1933 nach den 
Modellen des Medailleurs Josef Prinz ausgeprägt. Auf der 
Vorderseite dieser Medaille sind die Sonntage jede® Monates 
und die wichtigsten beweglichen Feste des Jahre® verzeich 
net, die Rückseite zeigt die Eintritte der Voll- und Neumonde 
des Jahres, umgeben von den Zeichen des Tierkreises. Die 
Medaille ist in Silber in der Größe von 40 mm Durchmesser 
ausgeführt und kostet S 4,80. 
VERSCHIEDENES 
(Das Testament Bassermann-Jordans.) Aus München 
wird uns geschrieben: Prof. Dr. Ernst von B assermann- 
Jordan, dessen Ableben die „Internationale Sammlerzeitung“ 
gemeldet hat, vermachte seine wertvollen Sammlungen fast 
vollständig idem bayerischen Staate. Die große und umfang 
reiche Sammlung von Uhren und Zeitmeßinstrumenten wird im 
Bayerischen Nationalmuseum Aufstellung finden. Außerdem 
sollen die Leiter der übrigen staatlichen Institute auis den vor 
handenen Sammlungsbeständen dasjenige auswählen dürfen, 
was sie für ihre Sammlungen für .besonders wertvoll halten. 
(Eine neue Künstlervereinigung in Berlin.) Unter dem Na 
men »S e 1 e c t i o n« hat sich in Berlin eine Anzahl hervorra 
gender deutscher Maler und Bildhauer vereinigt, die eine 
gleichgerichtete geistige Verwandtschaft, eine gemeinsame Nei 
gung zu den Gedanken der abstrakten Kunst zusammengeführt 
hat. Es gehören dieser »iSelection« Namen von bestem Klang 
an: Paul Klee, Karl Hofer, Cesar Klein, Max Beckmann, Oskar 
Schlemmer, Willi Baumeister, Lyonei Feininger, Max Ernst, 
W. Kandinsky, Oskar Moll, Georg Muche, J. Adler, Wilhelm 
Schmid, Walter Kampmann, Johann Molzahn, die Bildhauer 
Ludwig Gies und Walter Reger. Eine umfassende Ausstellung 
ist bereits für den November geplant; sie wird in dem neuen 
Columbushaus am Potsdamer Platz stattfinden, 
(Der Buchhandel hilft sich selbst.) Der Börsenverein der 
Deutschen Buchhändler in Leipzig hat im Zusammenwirken 
mit dem Verein Leipziger Kommissionäre eine Kredithilfe ein 
gerichtet. Sie soll vorübergehende Beengungen ausschalten, 
kann dagegen nicht große und langfristige Darlehen ermög 
lichen, schon weil hierfür die Mittel fehlen. Bemerkenswert 
ist einmal die Tatsache einer solchen Selbsthilfe überhaupt, 
wodurch der Buchhandel der heute vielfach betriebenen Sub 
ventionspolitik entgegentritt; dann die Art der Selbsthilfe, die 
nur dort in Tätigkeit tritt, wo bei gesunden geschäftlichen 
Verhältnissen nach ordnungsmäßig kaufmännischen: Grund 
sätzen ein Kredit geboten erscheint, so daß der solide Handel 
als: die feste Grundlage eine Förderung erfährt. Die Kredit 
hilfe soll in der Weise durchgeführt werden, daß der Börsen- 
verein und der beteiligte Kommissionär des Gesuchstellers zu 
gleichen Teilen das Wagnis übernehmen, während die Geld 
beschaffung Aufgabe des, Kommissionärs: ist, Die Beschränkung 
auf kurzfristige Ueberbrückungskredite ergab die Möglichkeit, 
zunächst einmal mit einer Kreditsumme von 250.000 Mark aus 
zukommen, so daß den, Börsen,verein ein Delkredere von 
125.000 Mark trifft, während die übrigen 125.000 Mark auf das 
Wagnis der einzelnen beteiligten Kommissionäre laufen. 
(Eine Bozener Kunstafiäre.) Aus Bozen wird uns ge 
schrieben: In Bozen war durch längere Zeit ein Verfahren 
gegen den Staatsrat Karl Miügge aus Berlin und dessen 
Gattin, die Besitzer des Schlosses Weerburg auf dem Mittel 
gebirge von Tiesen® bei Meran, wegen verbotener Ausfuhr 
unveräußerlicher Kunstgegenstände anhängig. Bald nach -der 
Uebernahme des Schlosses von dem früheren Besitzer Baron 
Eperjessy im Jahre 1927 waren Mügge und seine Frau 
bemüht, einige wertvolle antike Gegenstände, die sie mit dem 
Inventar erworben hatten, nach ihrem ständigen Wohnsitz 
Berlin zu bringen. Zunächst wurde eine Statue der Venus 
aus der Zeit des Praxiteles im Werte von 35.000 Lire nach 
langen Auseinandersetzungen zwischen den Besitzern und der 
Superintendanz für schöne Künste nach Berlin geschafft. Ein 
wertvoller Renaissanceofen wurde von der Intendanz selbst 
erworben, zwei andere Kunstwerke, ein Bild von Raffaels 
Vater. Giovanni Santi, die Madonna mit dem Kinde dar 
stellend und ein männlicher antiker Torso aus der Attischen 
Schule, wurden beschlagnahmt und dem Museum in Bozen 
übergeben. Aus unbekannten Gründen wurden diese Kunst 
werke den Besitzern wieder ausgefolgt, die sie dann durch 
Meraner und Bozener Spediteure nach Berlin brachten. Beim 
Grenzzollamt wurde angegeben, daß das Bild von Santi eine 
moderne Nachahmung ohne Kunstwert darstelle. Als die Sache 
entdeckt wurde, erstattete man gegen Staatsrat Mügge und 
dessen Gattin wegen unberechtigter Ausfuhr die Anzeige, da 
die Erhebungen ergeben hatten, daß die Besitzer den Wert 
der Kunstgegenstände absichtlich verheimlicht hatten, um den 
Zoll zu umgehen und die Ausfuhr zu ermöglichen. Staaterat 
Mügge starb während der Untersuchung. Nun wurde der 
Prozeß gegen dessen Witwe und die beiden Speditionsfirmen 
weitergeführt. Bei der Verhandlung stellte sich heraus, daß 
die Kunstgegenstände von der Amtsstelle für schöne Künste 
in Bozen überprüft wurden, die dabei das »Nulla Osta«, den 
amtlichen Vermerk der Ausfuhrbewilligung erteilte. Bei dieser 
Sachlage mußte das Gericht die Angeklagten freisprechen. 
MUSEEN. 
(Schloß Königswusterhausen als Jagdmuseum.) Da® alte 
Schloß von Königs Wusterhausen wird jetzt von der 
Verwaltung der staatlichen Schlösser und Gärten in Zusammen 
arbeit mit Professor Dr. Hermann Pohle, Kustos am Zoolo 
gischen Museum der Berliner Universität, zu einem Jagd- 
museum ausgestaltet. Schon im vorigen Jahre ist ein an 
derer Bau aus der Umgegend Berlins, der auf König Friedrich 
Wilhelm I. zurückgeht, das, Jagdschloß Stern bei Neubabels 
berg im Grumewald, von -der Schlösserverwaltunig wiederher 
gestellt worden. 
(Im Kölner Wallraf-Richartz-Museum) wurde die Ab 
teilung der Römischen Steindenkmäler, die zehn Jahre ge 
schlossen war, durch Oberbürgermeister Dr. Adenauer feierlich 
wiedereröffnet. Es handelt sich um kulturgeschichtlich bedeu 
tende Grabsteine, Sarkophage, Weihinschriften, Bauplastiken, 
Skulpturen und Mosaiken aus 1 dem römischen Köln des ersten 
bis vierten Jahrhunderts. Sie geben interessante Aufschlüsse 
über die verschiedene Nationalität der hier stationierten Le 
gionäre, über die Berufe und Handelsbeziehungen der Kölner 
Bürger sowie über Götterkulte und Baulichkeiten im römischen 
Köln. 
VOM KUNSTMARKT. 
(Versteigerung der Kunstschätze von Schloß Raabs an 
der Thaya.) Vom 19. bis 22. Dezember bringt da® Kunstauk 
tionshaus Glückselig in Wien im Aufträge des Exeku 
tionsgerichtes die Kunstschätze des Schlosses Raabs, an der 
Thaya in Niederösterreich zur Auflösung. Der Katalog ver 
zeichnet unter den 1105 Nummern so manches, Prachtstück, 
wie z. B, den auf 60.000 S geschätzten, berühmten Maximilian 
Gobelin (Brüssel, 16. Jahrhundert), eine Brüsseler Tapisserie 
um 1600 mit einer Jagddarstellung, eine flämische Tapisserie 
aus dem 16. Jahrhundert mit Darstellung eines Parkes mit 
verschiedenen kleinen Figuren, eine rote Damastgarnitur aus 
dem 18, Jahrhundert. 
(Versteigerung bei S, Kende.) Bei der am 19. November 
bei S. Kende in Wien abgehaltenen Versteigerung (siehe 
Nr. 23 der „Internationalen Sammlerzeitung“) wurden noch 
folgende Preise (in Schilling) erzielt: 
Arbeiten aus Glas und Porzellan und Fayencen. 
155 Schokolade-Schale und Untertasse, Wien 1824 ... 35 
156 Desgl. Wien 1821 60 
158 Meißner bunte, allegorische Gruppe 80 
160 Kleine, bunte, allegorische Baumgruppe 22 
161 Drei Dekorations-Teller 27 
162 Vier desgl 16 
163 Vier französische Dekorations-Teller 40 
Ostasiatische Kunst, 
164 Japanische Silberkassette. 300 gr 45 
166 Zwei Cloisonne-Vasen 70 
167 Imariblumentopf auf Takeständer 100 
172 Sitzender Boddhisatva, Marmor, Jaipur, 18. J, ... 100 
173 Indischer Hausgott. Alabaster, bemalt 22 
174 Blanc de chine Schale auf Holzuntersatz, China, 
18. J 32 
176 Persischer Krug in Bronze montiert. Um 1700 ... 110 
177 Zwei Saisuma-Vasen 45 
Mobiliar. 
180 Zweitüriger Garderobeschrank. Anf. 18. J 240 
181 Empire-Spieltisch, Mahagoni 50 
183 Empiredivan, mit blauem Damast überzogen .... 320 
187 Schreibsiekretär mit Glasaufsatz. Barockstil 50 
190 Sitzgarnitur, geschnitzt. Louis XVI. Stil 300 
192 Zwei Ohrenfauteuils mit braunem Samt überzogen. 
Louis XVI, Stil 100 
1% Holzgeschnitzte Kartelluhr, vergoldet 55 
Bronzen, Ausgrabungen etc. 
202 Bronzefigur, darstellend männliche Gottheit mit Füll 
horn und Schale. Rom. Arbeit. 1.—2. J. n. Chr. . . 60 
203 Etruskische Standfigur einer Gottheit. Bronze ... 30 
J are . n ^ T v - Chr. Kopf und Rumpf eines Satyrs 45 
207 Kamingarnitur. Bronze 75 
209 Kammgarnitur. Uhr, zwei Girandolen. Bronze mit 
rorzellaneinlagen 125
	        

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“Jahrgang 24 (1932).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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