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Jahrgang 25 (1933) (3)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1933_25_3
Titel:
Jahrgang 25 (1933)
Bandzählung:
3
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Titelseite

Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Titelseite

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 25 (1933) (3)
  • Titelseite
  • Werbung
  • Titelseite
  • 25 Jahre Internationale Sammler-Zeitung
  • Zur Geschichte und über den Wert des Sammelns
  • Wiederaufrichtung der Kunst
  • Minitaturen
  • Porzellan
  • Eine kleine Rundfrage
  • Mein Werdegang als Sammler
  • Besitzer - Besessener
  • Von der Uhrenkammer zum Uhren-Museum
  • Ein Vierteljahrhundert Wiener Antiquitäten
  • Wiener Kunstauktionen
  • Aus den Schlössern des Erzherzogs Friedrich
  • Rheinischer und mitteldeutscher Kunstbesitz
  • Autographen und Handzeichnungen
  • Versteigerung Prinz Rospigliosi
  • Eine Spinoza-Ausstellung
  • Nachlass Dr. Stephan v. Licht
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Internationale 
$am mler-2eif uns 
Zentralblatt für Sammler, Liebhaber und Kunstfreunde 
Herausgeber: Norbert Ehrlich 
25. Jahrgang Wien, 1. Februar 1933 Nr. 3 
25 Jahre internationale Sammler-Zeitung“. 
Die „Internationale Sammler-Zeitung" begeht 
ihren 25. Geburtstag. Fünfundzwanzig Jahre sind, 
um ein viel zitiertes, witziges Wort der Fürstin 
Pauline Metternich zu variieren, für eine Kathe 
drale kein Alter, für eine Zeitschrift aber schon, 
zumal in einer Zeit, wie die unsrige, wo ein unheim 
liches Sterben durch die Fachpresse geht. Fallen 
sieht man Zweig auf Zweig — angesehene Zeit 
schriften, die Jahrzehnte lang .sich eines großen 
Leserkreises erfreuten, sind der würgenden Wirt 
schaftskrise zum Opfer gefallen, andere haben sich, 
um vom Sturme der Zeit nicht hinweggefegt zu 
werden, zusammenschließen müssen. Die „Inter 
nationale Sammler-Zeitung" .steht erfreulicherweise 
noch aufrecht da, durch ihre Existenz wohl bewei 
send, daß sie eine Notwendigkeit ist, eine Notwen 
digkeit für den Sammler, wie für den Kunsthändler. 
Denn wenn die „Internationale Sammler-Zeitung“ 
nichts anderes täte, als Sammlern und Kunsthänd 
lern die Kenntnis von allen Vorgängen auf den 
Kunstmärkten zu vermitteln, wäre sie für beide not 
wendig. Aber die „Internationale Sammler-Zeitung* 1 
bescheidet .sich, wie man weiß, nicht damit, die 
Aufgabe einer Börse zu erfüllen, die jede Bewegung 
auf dem Markte gewissenhaft registriert, sie begnügt 
sich nicht damit, Sammlern und Kunsthändlern 
Richtlinien für Kauf und Verkauf zu bieten, sie hat 
sich über diese nächstliegende Pflicht hinaus das 
Ziel gestellt, Wissen und Belehrung unter den Samm 
lern zu verbreiten, die Liebe zum Sammeln zu ver 
tiefen. 
Freilich, der Erfolg gleicht in etwas der Spring 
prozession, die man im luxemburgischen Städtchen 
Echternach am Pfingstdienstag jedes Jahres veran 
staltet: 3 bis 5 Schritte vorwärts, 1 bis 3 Schritte 
zurück. In den ersten zwei Jahrzehnten bis über de'n 
Weltkrieg hinaus waren es stets Schritte nach vorne, 
Wir denken noch heute mit lebhafter Genugtuung 
daran: Als der Weltkrieg über die Menschheit herein 
brach, glaubten wir, im Erscheinen der „Internatio 
nalen Sammler-Zeitung" eine Unterbrechung ein- 
treten lassen zu sollen. Inter arma silent musae. 
Wer — das war unser Gedankengang — wird sich 
in dieser bedrängten Zeit um das Sammeln küm 
mern? Wer wird nach der „Internationalen Samm 
ler-Zeitung" fragen? Wir sollten eine erfreuliche- 
Enttäuschung erleben. Es änderten sich vielfach die 
Sammlerneigungen — an Stelle von Antiquitäten und 
Bildern traten Kriegserinnerungen aller Art, Gedenk 
münzen und Medaillen, Notgelder, Waffen, Flieger 
karten, Flugschriften, Armeezeitungen etc,, das 
Interesse für das Sammeln blieb lebendig und auch 
das für unser Blatt erfuhr keine Minderung. 
In Hunderten von Zuschriften wurde uns nahe 
gelegt, die „Internationale Sammler-Zeitung' 1 wieder 
erscheinen zu lassen. Wir folgten gerne diesen 
Stimmen, und es war für uns erquickend, Briefe aus 
dem Felde zu erhalten, in denen »ins Dank gesagt 
ward für die Erfüllung dieses Wunsches, Es ist für 
uns — das war der Tenor der meisten Zuschriften — 
ein Labsal, im Schützengraben Ablenkung von dem 
entnervenden Warten auf Betätigung zu haben. Oft 
griffen auch Soldaten im Felde zur Feder, um uns 
Mitteilungen über interessante Funde. Erwerbungen 
etc. zu machen oder sich bei uns Rat wegen Ver 
wertung, Heimsendung u. dgl. zu holen. Erst im 
letzten Stadium des Krieges, als die Feldipostämter 
unausgesetzt ihre Standorte wechselten, hörte die 
Verbindung der Sammler in den Schützengräben mit 
ihrem Organ auf. 
In der Inflationszeit, die den Krieg ablöste, än 
derte sich das Bild, Zu keiner Zeit wurde soviel ge 
sammelt, zu keiner Zeit vielleicht gab es so wenige 
wahre Sammler. Diese mußten bescheiden zurück 
treten vor den Inflationsgewinnern, die mit vollen 
Händen kauften, was ihnen unter die Hände kam. 
Aktienpakete hatten sie genug — was sollten sie 
mit den leichten Börsegewinnen anfangen? Da.s Geld 
wanderte in die Kunsthandlungen und Antiquitäten 
geschäfte, die bald leergebrannt waren. Aber der 
Aktienbesitz erwies sich als kein sicherer, wie auf 
einer schiefen Ebene begannen die Aktien zu sinken, 
bis sie ganz unten waren, und bald wunderten ihnen 
die Kunstobjekte nach, die so leichthin erworben 
wurden. Wer weiß heute noch von den Sammlungen, 
die in der Inflationszeit wie Pilze aus dem Boden 
hervorschossen? 
Jetzt sind wir infolge der Wirtschaftskrise wie 
der um einen Schritt zurück. Aber: post nubila 
Phoebus! Schon zeigen sich Lichtschimmer am 
Horizont, bald muß die Sonne wieder hervor 
brechen, Es kommt eine bessere Zeit und erhöhte 
Lust und Freude am Sammeln.
	        

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“Jahrgang 25 (1933).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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