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Jahrgang 25 (1933) (7)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1933_25_7
Titel:
Jahrgang 25 (1933)
Bandzählung:
7
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Das Ende des Talers
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 25 (1933) (7)
  • Titelseite
  • Werbung
  • Titelseite
  • Die Preise der Versteigerungen Goldschmidt-Rothschild
  • 77 Alt-Meissener Porzellanvögel
  • Kölner Kunstversteigerungen
  • Die Handzeichnungen des Kunsthauses Arteria
  • Autographen Nachlass Hans Meyer
  • Brüx erbt eine Gemäldegalerie
  • Sammlung A.W. Sjöstrand (Stockholm)
  • Kunstschätze vom Stift St. Peter in Salzburg
  • Das Ende des Talers
  • 1 Penny Mauritius auf Umschlag
  • Wie man zu einer Prachtbibliothek kommt
  • 119. Kunstauktion bei Albert Kende
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Nr. 7 
INTERNATIONALE SAMMLER-ZEITUNG 
Seite 73 
„Offiziell“ findet sich der Taler zum ersten Male 
1566 in der Reichsgesetzgebung. Er hat dann eine 
erhebliche Rolle bei der Abkehr von der Goldwäh 
rung zur Silberwährung gespielt, wenngleich sein 
Wert vielfach schwankte. Später kam dann mehr 
Ordnung in das Münzsy.stem und der Wert des 
i Reichstalers wurde durch Abkommen der Kurfürsten 
festgelegt. „Offiziell“ ist freilich der Taler schon seit 
der einheitlichen deutschen Reichswährung auch 
wieder verschwunden. Aber im Dreimarkstück lebte 
er doch weiter — bis zum 18. März 1933. 
1-Penny~3Yiauritius auf Umschlag. 
Eine Sensation durcheilt die philatelistische Welt. Eine 
der größten Markenraritäten, die 1 - Penny-Mauritius 
auf Umschlag, ist um einen lächerlichen Preis, um „schä 
bige 2400 Pfund" verkauft worden. 
Im ganzen sind f ü n f Exemplare dieser Marke bekannt, 
Das eine ist im Besitz des Königs Georg von England, der 
bekanntlich ein großer Markensammler ist, die zweite Marke 
befindet sich in der Tampling-Sammlung im Britischen Mu 
seum in London, die dritte gehört einem amerikanischen Kon 
sortium, die vierte zählt nicht, weil sie nicht fehlerfrei ist, und 
die fünfte, die eben jetzt zum Verkauf gelangte, war in der 
Sammlung des holländischen Tabakmagnaten H. S. Maats, 
der kürzlich gestorben ist. Manns hatte für das Exemplar vor 
Jahren 11.000 Pfund gezahlt. Sein Sohn hat aber nichts für 
die Philatelie übrig und ribertrug die Verwertung der nachge 
lassenen Sammlung seines Vaters der Londoner Markenfirma 
Plumridge, die sie nun öffentlich versteigerte. 
Als der Ausrufer die Marke ausbot und hinzufügte, daß 
auch die offizielle Deklaration des englischen Markensammler- 
vereines vorhanden ist, die bezeugt, daß die Marke wirklich 
das klassische Rarissimum ist, über das eine ganze Literatur 
vorhanden ist, hielten die Teilnehmer förmlich'den Atem an. 
Lange rührte sich kein Mensch. Endlich rief der dänische 
Sammler C. Nissen kaum hörbar: „700 Pfund", Ein junger 
Engländer, der unweit von ihm saß, bot darauf 800 Pfund. Nur 
sehr langsam steigerten sich die Angebote, die schließlich bis 
zu 2400 Pfund gingen. Bei diesem Rufe blieb der junge Eng 
länder stehen, dem auch die Marke zugeschlagen wurde. 
Alles umringte den glücklichen Erstehet, der sich als der 
Londoner Markenhändler Thomas Allen entpuppte. Man 
bestürmte Allen mit Fragen, für wen er die Marke gekauft 
habe, er aber erwiderte lachend: Das ist Geschäftsgeheimnis. 
Und dabei blieb es. Aber es wird gewiß nicht lange dauern, 
bis bekannt wird, in welche Sammlung die 1-Penny-iMauritius 
auf Umschlag übergeht. 
Soviel steht fest, daß es nur in der Zeit einer solchen 
Geldkrise, wie sie heute besteht, möglich war, daß eine der 
artige Markenraritäi um einen Spottpreis abgegeben wurde. 
Wie man zu einer Prachtbibliothek kommt. 
Aus Brüssel wird uns berichtet: 
In der hiesigen Königlichen Bibliothek 
ist man einem Büchermarder auf die Spur gekommen, 
der — das muß man ihm lassen — in überaus origi 
neller Weise zu Werke gegangen ist. 
Der Marder, seines Zeichens Ingenieur, pflegte 
im Bibliothekssaal die Bücher, auf die er ein Auge 
geworfen hatte — und es waren durchwegs seltene 
Ausgaben — genau auf ihr Aussehen zu studieren. 
Daheim verlieh er dann einem anderen Buch, meist 
einer späteren, gewöhnlichen Ausgabe desselben 
Werkes, das genau gleiche Aussehen, wie dem Bi 
bliotheksband, Er ging dabei mit der äußersten Sorg 
falt vor. Die Nachahmung nahm er dann unter dem 
Gilet versteckt in die Bibliothek, wo er in einem 
günstigen Augenblick den Umtausch bewerkstelligte. 
Der Saaldiener merkte die Verwechslung nicht. 
Einige Male war es allerdings aufgefallen, daß das 
im Buch vermerkte A.usgabenjahr mit den Katalog 
angaben nicht übereinstimmte, aber man glaubte 
stets an einen Katalogfehler. Die Entdeckung er 
folgte schließlich durch einen Bibliotheksdiener, dem 
IIS. JCunstauktion 
Vom 7. bis 9. März hat das Kunstauktionshaus 
Albert Ken de seine 119. Kunstversteigerung 
durchgeführt, die den Nachlaß P. Goldschmidt 
(Wien), sowie wertvolle Objekte aus hocharistokra 
tischem Besitz brachte. Es war erfreulich, in dieser 
Zeit an allen drei Tagen den Auktionssaal mit In 
teressenten gefüllt zu sehen, die sich sehr lebhaft 
an der Versteigerung beteiligten. So kam es, daß 
über 90 Prozent des Materials zu Preisen abgingen, 
die über den Schätzungen lagen. 
Es erzielten (in Schilling): 
der Einband eines ihm bekannten Buches trotz der 
vorhandenen Echtheitszeichen verdächtig vorkam. 
Auf seine Anzeige wurde denn auch eine Unter 
suchung eingeleitet und nach der Prüfung von einigen 
Lausend Ausgabezetteln konnte man den seit Jahren 
betriebenen Schwindel aufdecken. 
Eine Hausdurchsuchung beim Büchermarder hatte 
ein verblüffendes Resultat. Man fand bei ihm eine 
ganze Prachtbibliothek. Man erkannte die entwen 
deten Bücher gar nicht mehr, so sehr war ihr Aeuße- 
res verändert. Alle Erkennungszeichen waren natür 
lich sorgsam entfernt. Auf Befragen erklärte der 
Bücherliebhaber, der vernachlässigte Zustand der 
Bücher in der Bibliothek habe ihm ans Herz ge 
griffen. Mit der Beschlagnahme der gestohlenen 
Bücher nahm man ihm einen Teil seiner Seele. Er 
besaß ein ganzes Arsenal des für seine Operationen 
erforderlichen Materials. 
Die Königliche Bibliothek hat nun wieder alle 
gestohlenen Bücher und gleichzeitig ist ein nütz 
liches Restaurierungswerk vorgenommen worden. 
Wie manche Bibliothek hätte so einen Büchermarder 
nötig! 
bei %/llbert JCende. 
Nachlaß P, Goldschmidt, 
Silber. 
1 Glasschüssel auf Silberteller. 282 g . 42 
2 Silber-Körbchen mit Glaseinsatz. 183 g 40 
4 Silber-Samowar, Wien 1835. Zirka 1300 g 250 
5 Silberkanne. 677 g 160 
6 Silber-Brotkorb, Wien 1846 . 225 g ......... 110 
7 Silberkanne, Wien 1847. 1450 g 150 
8 Ein Paar dreiarmiger Silber-Girandolen für vier Ker 
zen, Louis-XVI.-Stil. 1700 g 190 
9 Silber-Aufsatz mit drei Bacchusknaben. 2850.g . . . 160 
10 Silber-Reiseservice, Wien, 1833. 2400 g. Dazu Alt- 
Wiener Porzellanteller 550
	        

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“Jahrgang 25 (1933).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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