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Jahrgang 28 (1937) (11)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1937_28_11
Titel:
Jahrgang 28 (1937)
Bandzählung:
11
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Auflösung der Sammlung Budge
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 28 (1937) (11)
  • Titelseite
  • Werbung
  • Titelseite
  • Die Artaria-Versteigerung in Bern
  • Auflösung der Sammlung Budge
  • Portheims Bibliothek kommt ins Wiener Rathaus
  • Die Miniaturensammlung des Prof. Ullmann unter dem Hammer
  • Hohe Preise für Graphik und Handzeichnungen
  • Gedächtnis-Ausstellung Lothar Bechstein
  • Kunstwerke aus den staatlichen Museen Berlins
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Nr. 11 
INTERNATIONALE SAMMLER-ZEITUNG , Seite 119 
fakturen Höchst, Frankenthal, Ludwigsburg und Nym- deutschen Porzellan-Manufaktur, nämlich der von 
phenburg, endlich als besonderen Glanz der ganzen Fulda. 
Sammlung viele Gruppen und Figuren der seltensten Der Katalog wird Mitte August erscheinen. 
Portheims Bibliothek kommt ins Wiener Rathaus. 
In dem Wettbewerb um die kostbare Bücher 
sammlung und den Zettelkatalog des vor einigen Mo 
naten in Wien verstorbenen Privatgelehrten Max R. 
v. Portheim ist die Stadt Wien siegreich her 
vorgegangen. Sie hat die Sammlungen um einen recht 
hohen Betrag an sich gebracht und wird sie in Bälde 
in der Rathausbibliothek aufstellen, wo sie der allge 
meinen Benützung zugänglich sein werden. 
Mit der Erwerbung dieser Sammlung durch die 
Stadt Wien ist der letzte Wunsch des Gelehrten in 
Erfüllung gegangen, der sein Lebenswerk erhalten 
und zu einer „österreichischen Bibliothek“ ausgestal 
tet wissen wollte. Schon zu Lebzeiten führte Portheim 
Unterhandlungen mit der Stadt Wien bezüglich Ueber- 
nahme und Erhaltung seiner Bibliothek und seines 
Zettelkatalogs. Als man ihn fragte, was er für seine 
Sammlungen fordere, konnte er keine bestimmte Sum 
me nennen. Er sagte, man möge ihn so viel bezahlen, 
wie ein gewöhnlicher Schreiber für 60 Jahre Schreib 
arbeit, zehn Stunden täglich, erhalte. 
Max v. Portheim, ein Altösterreicher aus einer 
Prager Familie, hat in mehr als vierzigjähriger müh 
samer Sammler- und Forscherarbeit das gesamte greif 
bare literarische und Quellenmaterial zusammengetra 
gen, soweit es sich auf die Zeit von 1740 bis 1792, 
also auf die Regierungen Maria Theresias und 
ihrer Söhne Josefs II. und Leopolds II., be 
zieht und in den geographischen Bereich der damali 
gen Länder der Monarchie fällt. Die Sammlung Port 
heims umfaßt 20.000 Bücher und rund r0.000 Blätter, 
wie Porträts, Karten, Pläne, Flugblätter u. a. m. 
Eine Besonderheit und Einmaligkeit der Sammlung 
ist sein sinnreich ausgedachtes Katalogsystem; es be 
steht aus einem Standortkatalog, einem Sach- und Per 
sonalkatalog. Ein umfangreicher Zettelapparat macht 
die Benützung der Bibliothek zum Vergnügen; mit 
seiner Hilfe kann man in wenigen Augenblicken ein 
Buch oder ein Blatt finden. Wertvolle Dienste leistet 
dem Geschichtsforscher der Personalkatalog; erzählt 
die Namen von 350.000 Personen auf, die in der 
Regierungszeit Maria Theresias und Josefs II. lebten. 
Die Büchersammlung Portheims enthält manches 
ungemein seltene Werk. Die Sammlung der Schriften 
Metastasios, des großen italienischen Reforma 
tors der Bühne und des Opernlibrettos, ist heute,-die 
größte der Welt und übertrifft in ihrer Reichhaltigkeit 
die des Heimatlandes Metastasios bei weitem.' Ein 
malig ist der Silhouettenband des seinerzeit berühmten 
französischen Porträtisten Francois Gonord, der 
1780 nach Wien kam und an die tausend Scheren 
schnitte bekannter und unbekannter Persönlichkeiten 
anfertigte. Von den drei noch erhaltenen Exempla 
ren des Silhouettenbuches über das Bernerschc Kin 
dertheater in Penzing befinden sich zwei in der Port- 
heimschen Sammlung, das dritte ist im Besitz der 
Nationalbibliothek in Wien. Im Laufe der Jahre ist 
es Portheim auch gelungen, von den 530 bekannten 
Bildnissen Kaiser Josefs II. 515 aufzutreiben; die Bil 
dersammlung der Nationalbibliothek enthält nur 170 
Porträts Josefs II. 
Ein erlesenes Sammelwerk stellt auch der ausge 
zeichnet erhaltene Prachtband „Theatre de la milice 
etrangerc“ dar, der in r 51 Blättern die Uniformtypen 
der irregulären Truppen im österreichischen Erbfolge 
krieg zeigt. Die Kupferstiche über die Kriege jener 
Epoche übersteigen weit den staatlichen Besitz im 
Kriegsarchiv. Nicht unerwähnt sei schließlich, daß 
sich in der Sammlung auch eine Folge handge 
schriebener Zeitungen befindet, eine Art ille 
galer Presse der Kaiser-Josef-Zeit, die unter Umge 
hung der Zensur in den Kaffeehäusern von Idand zu 
| Hand ging. 
Die Miniaturensammlung des Prof. Ullmann unter dem Hammer. 
Aus Luzern erhalten wir folgenden Bericht: 
Die Auktionswoche, die die Galerie Fischer, 
man könnte schon sagen, traditionsmäßig alljährlich 
Ende August veranstaltet, wird diesmal in der Ver 
steigerung der berühmten Miniatursa m m lung 
des Wiener Medizinprofessors Dr. E. Ullmann kul 
minieren, die am Nachmittag des 31. August und am 
darauf folgenden Vormittag im Hotel National vor 
sich gehen wird. 
Professor Ullmann war, wie die Sammlerwelt in 
nächster Zeit zu erfahren Gelegenheit haben wird, ein 
vielseitiger Sammler; seine „große Liebe“, wie er sich 
auszudrücken pflegte, gehörte aber den Miniaturen, 
die er im in- und ausländischen Handel, wie aus altem 
Privatbesitz erwarb. Als er im Jahre 1931 seine Mini 
aturen in der Ausstellung „Das gemalte Kleinporträt“ 
der Gesellschaft der Bilder- und- Mi niatu rehfreunde In 
der Wiener Nationalbibliothek exponierte, wußte man 
nicht, worüber man mehr staunen sollte, über die 
Reichhaltigkeit der Sammlung oder über den Ge 
schmack und das gereifte Kennertum, das aus jeder 
einzelnen Miniatur sprach. Gewiß hat auch Ullmann 
sich manchmal bei Erwerbungen geirrt — das Lehr 
geld bleibt keinem Sammler erspart, — aber er ist 
des Irrtums sehr bald gewahr geworden und hat das 
Falsifikat rasch aus seiner Sammlung entfernt, die vor 
dem kritischesten Kennerauge standzuhalten ver 
mochte. 
Das Plauptaugenmerk Professor Ullmanns wandte 
sich, wie Dr. Leo Grünstein in dem Katalog dieser 
Ausstellung hervorliöb, einerseits dem französischen, an 
derseits dem spezifisch österreichischen, bzw. Wieneri 
schen Kleinkunstbildnis zu. Die französische Miniatu 
renschau, so schrieb Grünstein, der später auch einen 
eigenen Katalog der Sammlung verfaßte, nimmt un 
gefähr von der Louis Quatorz-Zeit ihren Ausgangs 
punkt, deutet in einem Emailbildchen, das Louis XIV. 
darstellt, den Stil Petitots an, macht auf diegelegent 
lieh miniaturistische Betätigung eines van Loo auf 
merksam, zeigt die Emailkunst eines Pasquier, Weyler 
und Soiron und verweilt mit einigem Nachdruck bei 
den Ausläufern des Rokokobildnisses, das durch die 
starke Persönlichkeit Plalls seine wesentliche Befruch 
tung erhielt und hier durch namhafte Künstler des 
Hall'schen Kreises, wie etwa Lie-Perin 5 Vestier, Rou- 
vier, Campana oder Siccardi unfehlbare Wirkung- üb*:.
	        

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“Jahrgang 28 (1937).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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