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Jahrgang 29 (1938) (6)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1938_29_6
Titel:
Jahrgang 29 (1938)
Bandzählung:
6
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Der italienische Buchdruck
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 29 (1938) (6)
  • Titelseite
  • Werbung
  • Titelseite
  • Das Kunstvermächtnis Johann Friedrich Lahmanns
  • Hearst verkauft seine Kunstschätze
  • Große Gemälde- und Antiquitätenauktion
  • Die Versteigerung bei Adolf Weinmüller
  • 452. Kunstauktion des Dorotheums
  • Die Bibliothek Dr. Heinrich Stinnes
  • Der Wiltener Henkelkelch - Staatsbesitz
  • Bücher und Graphik bei Dr. Hauswedell
  • Aus Wiener Sammlungen
  • Neuerwerbungen der Prager Staatsgalerie
  • 1000 Münzen und Medaillen
  • Ing. Carl Pawelka
  • Nach dem Nachlaß Annemarie Wetzler
  • Eine Viertelmillion Mark für Briefmarken
  • Der italienische Buchdruck
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

Seite 66 
INTERNATIONALE SAMMLER-ZEITUNG 
Nr. 6 
Zuschuß des staatlichen |stituto nazionale widmen die italieni 
schen Verleger seit zwei Jahrzehnten einen wichtigen Teil ihrer- 
Tätigkeit den kritischen „Gesamt-Ausgaben" der Dichter, Histo 
riker, Philosophen und Politiker (z. B. sämtlicher Schriften 
von Petrarca, Galilei, Mazzini, Cavour, Carducci, Pascoli, Fo- 
gazzaro, Verga), von denen eine jede schon Dutzende von Ban-: 
den umfaßt und immer noch weiter geführt wird; unter diesen 
„Gesamt-Ausgaben" stellt der „nationale D'Annunzio" an 
Reichtum der Aufmachung den Höhepunkt dar. Von diesem 
..D'Annunzio" sind sechs Exemplare sogar völlig auf Perga 
ment gedruckt; es sind Meisterwerke der Graphik, die sogar 
in der internationalen Buchgraphik zu den wertvollsten Schät 
zen gehören. 
Die neue „Libreria di State" publizierte mit ungeheuren 
Kosten zahlreiche antike Manuskripte und seltene alte Drucke 
in Faksimile. Unter ihnen nehmen durch ihre Schönheit eine 
besonders hohe Stellung- der Virgil (Medizäer-Codex) mit den 
Rundglossen Petrarcas und wie die „Bibel" der Familie d’Fste 
ein. Wie sehr sich die Verleger auch allen wissenschaftlichen 
Gebieten widmen, beweisen u. a. die große Kunstgeschichte Ar- 
turo V e n l u r i s, von der bisher (bis zum Cinquecento) 22 
Bände herauskamen, die faksimilierte Partitur von Bellinis 
„Norma", die gewaltigen geographischen Werke und der „Ab 
laute nazionale" (das größte Werk dieser Art), Treccanis 
weit verbreitete „Fnciclopedia italiana'-. 
Die italienische Akademie ist daran, ein italienisches Wör 
terbuch herauszugeben, das an Umfang, Gründlichkeit und 
Modernität alles bisher Vorhandene bei weitem übertreffen 
soll, und das deutsche Institut in Rom bereitet riesige deutsch- 
italienische und italienisch-deutsche Wörterbücher vor. 
Neben solchen monumentalen Werken, in denen Italien seit 
dem Kriege in der Tat früher hie Gekanntes leistet lind unter 
allen Ländern heute vielleicht an erster Steiße steht — über 
den Wert der Illustrationen mancher Bücher ließe sich 
allerdings diskutieren —, zählt die Veröffentlichung mo 
derner narrativer Literatur fast nur wie etwas Nebensichliches; 
immerhin wird eine Anzahl jetziger Romanschriftsteller von 
den Verlegern auch liebe- und rücksichtsvoll auf den Markt ge 
bracht. Und noch eine eigene Erwähnung verdient die in 
früherer Zeit nie in gleichem Maße gekannte Uebersetzer- 
tätigkeit; heute sind in italienischer Sprache und in ausgezeichi 
neten Drucken auch die meisten guten Werke-der Weltliteratur 
anzutreffen. 
Chronik. 
AUTOGRAPHEN. 
(Versteigerung iin Dorotheum.) Im Rahmen der Bücher 
versteigerung, die das Dorotheum in Wien am 18. und 
19. März veranstaltet, kommen auch interessante Autographen 
unter dem Hammer. Neben Briefen und Karten berühmter 
Schriftsteller, Musiker und Schauspieler wäre besonders ein 
ungewöhnlich reichhaltiges und schönes Autographen-Atbum 
zu erwähnen, das 66 Lintragungen enthält. Fs sind da u. u. 
Baumbach, Dahn, Fbers, Freytag, Rosegger, Brahms, Saru- 
sate, Fleonore Düse, A. Girardi, Defregger, Orützner. Leon- 
cavallo, Mascagni, und Verdi vertreten. 
(Ein Byron-Manuskript gefunden.) In der .Handschriften 
Abteilung der Nationalbibliothek in Athen wurde die Origi 
nal-Niederschrift des ersten Gesanges des „Childe Harold" des 
Byrons gefunden. Das Manuskript enthält viele Abweichun 
gen von der Form, in der. das..Gedicht veröffentlicht worden 
ist. Das Manuskript ist nach dem Tode des Dichters von 
seiner Schwester einer Anhängerin Byrons geschenkt worden, 
die es später der Nationalbibliothek in Athen überlassen hat. 
BIBLIOPHILIE. 
(Die Bibliothek des Ministers a. D. Urban.) Man schreibt 
uns aus P rag: Das Schulministerium hat die Bibliothek des 
ehemaligen österreichischen Handelsministers Dr. Karl LI r- 
ban erworben. Die Bibliothek, die über 7000 Bände umfaßt, 
bestellt hauptsächlich aus Werken, die das staatswisstoschaft- 
liche Gebiet betreffen. Der Großteil dieser Werke kommt in 
das staatswissenschaftliche Institut der deutschen Universifät 
in Prag, der Rest wird unter die anderen Universitäten ver 
teilt. Die vorhandenen politischen Broschüren und Flugschrif 
ten erhält die Bibliothek der deutschen Universität in Prag. 
(Die Prager Stifter-Ausgabe.) Wie auf der Prager Stifter- 
Feier der Sudetendeutschen mitgeteilt wurde, hat der Bund 
der Deutschen beschlossen, der „Deutschen Gesellschaft zur 
Förderung der Wissenschaften und Künste in der tschechoslo 
wakischen Republik" einen Beitrag zur Fortführung 
und Vollendung der großen Stifter-Ausgabe zu widmen. Die 
Gesellschaft, die schön früh den Nachlaß des größten sudeten 
deutschen Dichters in einem Stifter-Archiv gesammelt hat, hat 
1901 unter Leitung des Prager Literaturhistorikers August 
Sauer den ersten Band einer kritischen Gesamtausgabe der 
Werke Stifters nach dem Vorbild der Weimarer Goethe-Aus 
gabe vorgelegt. Nach Sauers Lode hat dessen Nachfolger Her 
bert Cysarz zusammen mit einer Reihe bekannter Stifter- 
Forscher die Fortführung des Werkes betreut. Inzwischen sind 
bereits' 22 Bände im Sudetendeutschen Verlag Franz Kraus 
(Reichenberg) erschienen, fünf weitere Bände sind vorbereitet. 
BILDER. 
(7700 Pfund für ein Jugendwerk Rembrandts.) Aus Lon 
don wird uns berichtet: Hin Bild der Schwankungen auf dem 
Kunstmarkt bot die Auktion von alten und modernen Ge 
mälden, die Christie am 25. Februar veranstaltete. Ein 
Bildnis des 23jährigen R e m bran d t, das seinen Vater dar 
stellt und im Jahre 1877 um 100 Pfund erworben wurde, 
stieg von 550 Pfund, mit denen es ausgerufen wurde, auf 7700 
Pi und. Dagegen erzielte das Porträt des Viscounts Castlereagh 
von Sir Thomas Lawrence, das vor zehn Jahren um 4600 
Pfund verkauft worden war, jetzt nur 590 Pfund, also ein 
Achtel des damaligen Preises. Linige Reitjagdbilder von M o r- 
lattd, die vor drei Jahren noch mit 1200 Pfund bezahlt «Or 
den waren, brachten nicht mehr, als 480 Pfund. 
(Ein Pablo Veronese gestohlen.) Int Lager einer großer. 
Bilderhandlung in V e n e.d i g entwendete ein Unbekannter ein 
herrliches Bild, das Paolo Veronese zugeschrieben wird. 
NUMISMATIK. 
(Platin-Miinzen entdeckt.) Wir lesen in polnischen Blät 
tern : Jn einem Warschauer Museum erschien dieser Tagt 
eine alte ärmlich gekleidete Frau und bot einige alte russische 
Münzen zum Kauf an, für die sie 20 Zloty verlangte. Der Münz 
fachmann des Museums stellte .jedoch fest, .daß die Münzen, 
ilRL die Eigentümerin' für silbern hielt, aus PI atin waren. 
Diese einzig bekannten Platinmünzen der Welt besitzen neben 
ihrem numismatischen Seltenheitswert einen Metallwert von 
20.000 Zloty. Dieser Bel rag wurde denn auch der alten Frau 
unverzüglich ausbezahlt. 
PHILATELIE. 
(Drei Schopenhauer-Marken.) Zum 150. Geburtstag Artur 
Schopenhauers gab dessen Geburtsstadt Danzig am 
22. Februar drei Gedenkmarken mit dem Bildnis des Philo 
sophen heraus, und zwar 15 Pf. blau, 25 Pf. sepiabraun und 
40 Pf. karminrot. 
(Albanische Sonderbriefmarken.) Aus Tirana wird uns 
gemeldet: Albanien bereitet die Herstellung einer Briefmarken 
serie zugunsten des albanischen Roten Kreuzes vor, die an 
läßlich der Zehnjahrfeier der Einführung der Monarchie am 
1. September 1938 zur Ausgabe gelangen soll, und zwar im 
Ausmaße von 20.000 Serien, bestehend aus Werten von 2, 5, 
10, 15, 25 und 50 Qülndar. Die Briefmarken von 5, 15 und 
50 <| werden das Bildnis der verstorbenen Königinmutter, die 
Werte von 2, 10 und 25 q das der Prinzessin Senije, dei 
Präsidentin des Roten Kreuzes, tragen. 
(Sondermarken von Rußland.) Sowjetrußland bereitet zwei 
Sondermarken vor, und zwar eine zu 20 Kop. mit der Abbil 
dung des russischen Pavillons auf der vorjährigen Welt 
ausstellung in Paris und eine zu 40 Kop. mit dem Porträt 
Lenins. 
VERSCHIEDENES. 
(Ernst Adler f.) Mit dem am 5. März in Asc h im 77. 
Lebensjahre verschiedenen Großindustriellen Ernst Adler ist 
ein Sammler von großem Format dahingegangen. Adler sam 
melte Vielerlei, das Hauptgewicht legte er auf alles, was das 
Leben und Wirken Luthers betrifft und er hatte die 
Genugtuung, eine I.uther-Sammlung zusammenzubringen, die 
an Reichhaltigkeit nur noch von der in der Lutherstadt Witten 
berg übertroffen wird. Die „Internationale Sammlerzeitung" 
betrauert in Ernst Adler, der sich wegen seiner vortrefflichen 
Charaktereigenschaften größter 1 lochachtung erfreute, einen 
ihrer ältesten Abonnenten, der an ihrem Werden und Ge 
deihen warmen Anteil nahm.
	        

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“Jahrgang 29 (1938).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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