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Jahrgang 29 (1938) (9)

Bibliographische Daten

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
Inter
Titel:
Internationale Sammler-Zeitung
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
ISSN:
-

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
Inter_1938_29_9
Titel:
Jahrgang 29 (1938)
Bandzählung:
9
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Bestand:
Internationale Sammler-Zeitung
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]

Artikel

Titel:
Chronik
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Artikel

Appendix

Titel:
Ausstellungen
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Appendix

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Internationale Sammler-Zeitung
  • Jahrgang 29 (1938) (9)
  • Titelseite
  • Werbung
  • Titelseite
  • Der Domschatz von Reims
  • Großer Gemäldediebstahl
  • Der Sonderstempel am 20. April
  • Hutten in seiner Heimat
  • Ausstellung von C.G. Boerner's Auktionssammlungen in Wien
  • Die Ergebnisse der Versteigerung bei Lange
  • Aus Rheinischem Besitz
  • Ein Museum des Menschen
  • Auktion bei Dr. Hauswedell
  • Holbeins "Paulus Basilika"
  • Präsidenten-Marken
  • Chronik
  • Ausstellungen
  • Auktionen

Volltext

INTERNATIONALE SAMMLER-ZEITUNG 
Nr. 9 
Seite 96 
bürg auf der Donau nach Wien. In 52 Riesenfässern und 12 
Kisten ging auf fünf Flössen der Transport vor sich 1 . 
Unter den Fugger-Zeitungen sind nicht etwa Zeitungen im 
heutigen Sinne zu verstehen, sondern sie galten als Geheim 
berichte an das Haus Fugger, das sich als deutsches Groß 
kaufhaus über alle Weltereignisse aus den verschiedensten 
Ländern und Erdteilen berichten ließ. Nicht Zusammenstellung 
von Nachrichten war das Ziel, sondern Mitteilung eines ein 
zelnen Vorgangs war die Absicht, die allerdings schon durch 
aus informativen Charakter besaß. Jeden solchen Bericht be- 
zeichnete man anfangs als Zeitung. In seinem Stammhaus zu 
Augsburg hatte dieses deutsche Kaufherrengeschlecht damals 
bereits eine Art von Agentur errichtet. Diese wurde in der 
„Goldenen Schreibstube" bedient. Die Männer, die die „Zei 
tungen" versorgten, nannten sich ursprünglich „Nouvellan- 
ten", später Neuigkeitsbringer. Als solche lieferten sie dem 
Hause Fugger regelmäßig ihre „Ordinari“ und auch „Fxtra- 
ordinari"-Zeitungen. Fs gab also schon Ausgaben und Extra- 
Ausgaben von Nachrichten. Unter diesen Berichten nimmt das 
Flugblatt einen besonderen Platz ein. Weit älter als die Kunst 
Gillenbergs stellt es einen Uebergang vom Brief zur regeli 
mäßigen Zeitung dar, wobei es in den Fugger-Zeitungen nicht 
selten den Charakter einer vertraulichen Mitteilung einnimmt. 
Jedenfalls stellen diese Blätter einen wichtigen Beitrag zur Ge 
schichte der deutschen Zeitungskunde, sowie des deutschen 
Nachrichtendienstes dar. 
(Friedrich Loos’ italienische Bilder.) Fs wird überraschen, 
in der gegenwärtigen Ausstellung des Graphischen Kabinetts 
Günther Franke in München 45 unbekannten Werken von 
Friedrich Loos zu begegnen. Fs wird darin erstmalig ein 
Ueberblick über die in Italien zwischen 1840—50 entstandenen 
Arbeiten des bekanntlich aus Graz gebürtigen Malers Loos ge 
boten, nachdem vor Jahresfrist die erste I.oosLAusstellung der 
Tätigkeit des Künstlers in Wien und Salzburg gewidmet war. 
Neben dem großen fünfteiligen Panorama von Rom, das nach 
langen Vorarbeiten 1851 abgeschlossen wurde, stehen zahl 
reiche intime Oelbilder, die erweisen, daß Loos in seltener 
Weise einem jeden Format gerecht zu werden verstand. 
Die italienischen Landschaften bilden den Abschluß, der Epoche 
von dessen Schaffen, in der er noch aufs engste mit der Ge 
neration der Reinholds, Wasmann, Rohden u. a. durch ge 
meinsame 'Anschauung verbunden' war. 
(Ein Standbild des Praxiteles.) Wie aus Vicenza ge 
meldet wird, glaubt man mit ziemlicher Sicherheit in einer 
Bacchus-Statue ein Originalwerk des großen griechischen Bild 
hauers Praxiteles entdeckt zu haben. Das Bildwerk, das 
aus attischem Marmor hergestellt ist, wurde im Jahre 1824 in 
den Thermen von Caracalla' in Rom von einem Vicentiner aus 
gegraben und nach Vicenza gebracht. Bei einer von Professor 
F a solo anläßlich der diesjährigen Augustusfeier vorgenom- 
menen Neuordnung der Sammlung fiel das Bildwerk durch 
seine einzigartige Behandlung auf. Verschiedene Merkmale 
lassen darauf schließen, daß es sich um eine Satyrstatue aus 
Praxiteles eigener Werkstatt handle. Außer dem berühmten 
.Hermes von Olympia, der 1877 hei den deutschen Ausgrabun 
gen ans Licht kam, sind bisher keine weiteren Originalschöp 
fungen von Praxiteles bekannt. 
(Das älteste Schachspiel.) Die I eitung des Museums von 
Pennsylvanien und die amerikanische Schule für Altertums 
forschung in Bagdad berichten von der Auffindung alter Spiel 
figuren, die viel Aehnlichkeit mit Schachfiguren zeigen. Die 
Stücke, die von. einer Expedition im Norden des alten Irak 
bei dem alten Tepl Gawra gefunden wurden, tragen Spuren 
starker Abnützung. Wie die vorläufigen Feststellungen ergaben, 
müssen die Spielfiguren aus der Vorgeschichte Mesopotäniens 
stammen. Ihr Alter wird auf annähernd 6000 Jahre geschätzt, 
(Verhaftung eines Antiquitätenhändlers.) In Krems (N.-Oe.) 
wurde der Antiquitätenhändler Aigen bauer wegen mehr 
facher Diebstähle verhaftet. Aigenbauer hat den Diebstahl 
wertvoller Heißgenstatuen in den Bauerndörfern der Wachau 
geradezu organisiert. Lr beschäftigte zu diesem Zweck drei 
Gehilfen. Einwandfrei nachgewiesen wurden ihm bereits der 
Diebstahl einer 300jährigen Figur des hl. Florian und einer 
ebenso alten Marienstatue. 
MUSEEN. 
(Oberhausens Heimatmuseum.) Die Ratsherren der Stadt 
Oberhausen haben der Verschmelzung des Städtischen I Ieimat- 
rnuseums mit der Werksausstellung der Gute-Hoffnungshütte 
ihre Zustimmung erteilt. Die Gute-Hoffnungshütte hat sich 
verpflichtet, das Heimatmuseum in die historische Abteilung 
der Werkschau der G. H. FI. aufzunehmen lind die Werkschau 
in Zukunft täglich der Oeffentlichkeit zugänglich zu machen. 
Diese Vereinigung ist eine glückliche Lösung, zumal beide 
Einrichtungen in mancher Beziehung zweckverbunden sind und 
die einzigartige Industrieschau der G. H. H. weithin rühm- 
licltst bekannt ist und ein starker Anziehungspunkt auch für 
Fremde aus nah und fern ist. 
(Umgestaltung des Bielefelder Museums.) Anläßlich der 
Gaukulturwoche Westfalen-Nord wurde die geschichtliche Ab 
teilung des Bielefelder Museums einer gründlichen Erneuerung 
unterzogen. Vor allem wurde das’ Obergeschoß einem völlig 
neuen Zweck zugeführt. Hier sollen künftighin alle Fragen 
des Natur- und Heimätschutzes lebendig werden. Von der 
Wand wird als Leitsatz Adolf Hitlers Wort grüßen: „Die 
natürlichen Schönheiten unseres deutschen Vaterlandes, seine 
mannigfaltige Tier- und Pflanzenwelt müssen unserem Volke 
erhalten bleiben; sie sind die Urquellen der Kraft und Stärke 
der nationalsozialistischen Bewegung". In einem großen Schrank 
und in einer Bilder reihe desselben Raumes findet sich eine Zu 
sammenstellung der ungeschützten und geschützten Tiere und 
Pflanzen der Heimat. In Vorbereitung ist ein Wandbild, das 
sämtliche Nalursclnitzgebiete der Provinz Westfalen wieder 
gibt. Im Laufe des Jahres sollen auch die anderen Säle der 
naturkundlichen Abteilung nach neuzeitlichen Gesichtspunkten 
umgebaüt werden. 
(Der französische Staat kauft ein Bild von Diel an.) Der in 
Neustadt a. d. Weinstraße ansäßige Maler Prof. Otto Diel 
stellte im April eine Reihe seiner Bilder in Paris aus. Nunmehr 
hat die französische staatliche Galerie „Musee du Jeu de Pau- 
mes" eines seiner Bilder „Jockei und Rennpferd" angekauft. 
VOM KUNSTMARKT. 
(Gemälde alter Meister.) Aus London wird uns be 
richtet: Die von der „Internationalen Sammler-Zeitung" ange 
kündigte Versteigerung von Gemälden alter Meister aus den 
Sammlungen Dr. Eduard Beith, E. F. Sidney und Mr. 
Sceales hatte den erwarteten großen Erfolg. Es brachten (iti 
Pfand): ( 
Aus der Sammlung Beith : 
16 Van Goyen, Ansicht einer Stadt, vom Fluß ge 
sehen, 15 : 21 l/o Z. 780 
22 van der Heyden, Parklandschaft, 10,75:12,5 360 
24 P. de Hooch, Abfahrt vom Landhaus, 25:31 2000 
40 van der Neer, Der Brief, 30,25:24,5 1450 
48 Riembrandt, Bildnis eines bärtigen Mannes, 
9,25:7,5 1500 
51 Salomon van Ruisdael, Flußszene, 28.5:41 780 
56 i 1. M. S o r g h, Porträt eines jungen Mannes, 24.5 : 18.5 720 
65 Wyirants, Landschaft, 9 : 13.5 165 
Aus der Sammlung E. F. Sidney : 
70 Jan van der Cap pelle, Flußszene, 29:41.5 480 
75 Marco Z o p p o, Salvator Mundi, 17:11.5 1250 
Aus der Sammlung Mrs. Sceales: 
82 Porträt eines Edelmanns, 2 6:21 1400 
88 Morl and, Farmer fährt auf den Markt, 19 : 26 420 
115 üerard Don, Eine alte Frau ißt Suppe, 20 :16 580 
(Versteigerung einer Wohnungseinrichtung.) Das Doro 
theum in Wien führt am 3. und 4. Mai die Versteigerung 
einer Wohnungseinrichtung IV., Brahmsplatz 5, durch, die zahl 
reiche, Sammler interessierende, Objekte enthält. Besonders hin 
gewiesen sei auf vier Bilder des süddeutschen Rokoko, die 
reizvolle Gartendarstellungen mit allegorischen und satyrisclien 
Szenen zeigen. Dem Kreis des Paris Bordone gehört eine 
Darstellung von Abrahams Opfer an. Erwähnenswert sind auch 
einige interessante Stilleben italienischer und niederländischer 
Schule. Von Hugo C h a r 1 e m o n t sei ein Stilleben mit antiken 
Kunstgegenständen und von Morland zwei Stiche hervor 
gehoben. Bei den Möbeln finden wir eine sehr schöne, ge 
brauchte Barockkömmode, einen italienischen Büfettschrank so 
wie verschiedene Kleinmöbel. Sehr zahlreich sind die Holz 
schnitzereien, die meist der Barockzeit angehören. Darunter sind 
eine Buchenholzfigur des hl. Josef und schöne, figurale 
Wandkonsolen. Unter den Siibergeräten befindet sich ein pracht 
volles Alt-Wiener Tablett. Eine kleine Tapisserie mit einer 
Parklandschaft, zahlreiche gut brauchbare Tapisseiaefnagmente, 
dann Perserteppiche sowie besonders schöne Tischwäschegarni 
turen sind bei den Textilien zu nennen. Aber auch Alt-Wiener 
Porzellan, alte Gläser und viele andere Details eines kultivier 
ten Haushaltes dürfen nicht vergessen werden. Zum Schlüsse 
sei noch eine ganz erstklassig modellierte Marmorfigur einer 
ruhenden Frauengestalt erwähnt, eine Arbeit des berühmten 
Mailänder Bildhauers C. P. Marches i, datiert 1838. 
AUSSTELLUNGEN. 
Berlin. K a i s e r F r i e cl rieh- M u s e u m. Münzkabinett. 
Krieg und Medaillen. 
- K u n s t b i b 1 i o t h e k. Die Stadt Rom im Bilde vom 
16. bis 18. Jahrhundert. 
K u p f e r s t i eh k a b i n e 11. Albrecht A 11 d o r f e r 
und sein Kreis. 
Brünn. M ä h r i s c h er Kunstverei n. Keramik, Plastik, 
Teppiche (bis etwa 1850) aus mährischem Kunstbesitz.
	        

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“Jahrgang 29 (1938).” Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, Wien, n.d. Print.
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