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MAK

Full text : Monatszeitschrift I (1898 / Heft 1)

des XV. Jahrhunderts, durch das XVI. und XVII. bis zu den Tagen

Karl I. Während des grösseren Theils dieser Periode behielt der alte

Stil seine Geltung, mit einer Beimischung modernen Geschmacks.

In der grossen Halle

von Hampton-Court,

ebenso im Wolsey-College

 und in Oxford

fühlt man sich in das

Mittelalter zurückversetzt.

 Andererseits

wieder liess Heinrich

 von Torregiano,

einem Zeitgenossen

Michelangelos, den

Entwurf zu seinem

eigenen Denkmal und

dem der Königin in

der Westminster-Abtei,

 im Stile der

classischen Renais-



Armstuhl und Stuhl, Nusshulz, um 1770 (South Kensington- _

Museum) sance zeichnen und

ausführen. Es besteht

aus Figuren, die auf reich verzierten Sarkophagen mit Engeln liegen,

das Ganze von einem Gitter umgeben. Das Material ist vergoldete

Bronze.

Die während der Regierungen Heinrich VII. und Heinrich VIII.

gebauten Häuser sind Vorläufer der Elisabethinischen Bauten der

Renaissance. Compton Winyates in Warwickshire und einzelne Theile

von Haddon I-Iall in Derbyshire stammen aus der erstbezeichneten

Epoche. Beide I-Iäuser bedecken eine grosse Fläche. Zu den Zimmern

führen kurze Treppen. Sie haben mehr den Charakter der Colleges

in Oxford und Cambridge und von Inns of court, den Collegien für

]urisprudenz in London, als den der mehr compacten Anordnung der

Elisabethinischen Periode, welche sich für das Familienleben geeigneter

zeigte. Das hervorragendste dieser Gebäude ist I-Iampton-Court an der

Themse. Von Cardinal Wolsey gebaut, wurde es Heinrich VIII. zum

Geschenk gemacht, der nun selbst wieder Anbauten machte. Die

älteren Theile konnten, nach dem Stil zu schliessen, hundert Jahre vor

Wolseys Zeit erbaut worden sein. Es hat. einen kirchlichen Charakter,

muss aber bei der Ubergabe an Heinrich schon prunkvoll eingerichtet

gewesen sein. Welcher Art war wohl die Einrichtung? Darüber haben
            
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