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MAK

Full text : Monatszeitschrift I (1898 / Heft 2)

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punkte der kleinere Becher ruht, während die grösseren je an einem Aste

angebracht sind. Stamm und Äste sind mit freigearbeiteten Bändern und Blumen

verziert, auf den Deckeln der Becher behnden sich kleine Väschen mit Blumen

und Bandwerk. Der kreisrunde Fuss des Pokals

ist in gothischen Fischblasenformen gebuckelt.

Die Höhe des Pokals beträgt 41 Centimeter,

der Durchmesser des Fusses 10 Centimeter.

IE KERAMISCI-IE SAMMLUNG. Das

erfreuliche Wachsthum der keramischen

Sammlung hatte im Laufe der Jahre allmählich

ihren instructiven Charakter beeinträchtigt. Immer

wieder mussten neue Schränke eingeschoben

werden, immer näher rückten die Objecte

aneinander, und schliesslich war das ursprüngliche

 System bis zur Unkenntlichkeit zerstückt

und zerpflückt. Nur eine gründliche Umgestaltung

konnte da Abhilfe schalten. Diese Umgestaltung

hat Custos Folnesics, unterstützt von dem

Volontär Dr. Dreger, in den letzten Wochen

durchgeführt. Die glänzende Sammlung antiker

Vasen musste allerdings in einer besonderen

Abtheilung des anstossenderrMittelsaales untergebracht

 werden, die prächtigen Cinquecento-Büsten,

 der Stolz der italienischen Abtheilung,

wanderten in den Säulenhof, und eine Anzahl

von nationalen Thonarbeiten, sowie von alten

und modernen Erzeugnissen, die im Laufe der

Jahre durch bessere und wertvollere Objecte

ersetzt worden waren, wurden ausgeschieden.

IE VERZIERTEN INITIALEN in diesem Hefte sind nach einem in

der Bibliothek des Museums befindlichen, „Versehüg leib sel er vnnd gutt"

betitelten Nürnberger Druckwerke aus dem Jahre 148g in Originalgrösse wiedergegeben.

 Diese Initialen haben auch in dem grossen englischen Prachtwerke von

Vallance „The Art of William Monis" (London 1897) Verwendung gefunden.

ESUCH DES MÜSEUMS. Die Sammlungen des Museums wurden

im Monat December von 22.241, die Bibliothek von x796, die Vorlesungen

von 335 Personen besucht.



Lüneburger Pokal

ORLESÜNGEN. Am g. December sprach der Vicedirector der k. k. Hofund

 Staatsdruckerei, Regierungsrath Georg Fritz, über „Neuere Verfahrungsweisen

 auf dem Gebiete des Kunstdruckes". Der Vortragende erläuterte erst die

principiellen Grundlagen der alten Verfahren des Buch-, Stein- und Kupferdruckes

und entwickelt ein Bild des gegenwärtigen Standes der seit einigen Decennien so

weit ausgestalteten graphischen Künste. Auf das eigentliche Thema übergehend,

bespricht der Vortragende zunächst die moderne Chromolithographie, dabei

betonend, dass dieselbe hauptsächlich durch die Zuhilfenahme der Photographie

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