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MAK

Full text : Monatszeitschrift I (1898 / Heft 2)


Modernes Intärieur

Garten, auch mit Symbolen verschiedener Art. Die Composition ist immer so

gehalten, dass Bild und Wort - dieses mit Vermeidung aller Druckschrift - einen

künstlerisch geschlossenen Gesammteindruck machen. In der Durchführung ist

bloss eine einfache, gleichmässige Strichmanier verwendet, deren Wirkung sich

der des guten alten Holzschnittes nähert, doch ist in der Wahl der Ziermotive

ein vollständig moderner Zug erkennbar. Dieser kündigt sich übrigens schon auf

dem projectirten Umschlage (Einbanddecke aus gelbem StolTe) an, wo der schwarze

Doppeladler sich imposant zwischen vier schlanken, senkrecht aufstrebenden

Fruchtbäumchen in Gelb abhebt. Die ganzseitigen Bilder haben eine Reihenfolge,

 die ihre Wirkung durch Gegensätze hebt. Das k. k. Ministerium für Cultus

und Unterricht hat die Originale von den Künstlern erworben und sie unserer

Zeitschrift zur monatweisen Verößentlichung überwiesen.

EIN MODERNES INTERIEUR. In der Winterausstellung des Österreichischen

 Museums wurde unter anderem der Versuch gemacht, einen

eleganten Damensalon in modernem Geschmacke herzustellen. Der Architekt Josef

Urban, der Maler Heinrich Lefler, der Bildhauer Hans Rathausky und die Firma

F. Schönthaler und Söhne hatten sich zu diesem kunstgewerblichen Experiment

vereinigt, das trotz seinerNeuartigkeit grossen Beifall fand. Der Anblick, den es bot,
            
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