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MAK

Full text : Monatszeitschrift I (1898 / Heft 10)


Eeksessel, Mahagoni. um x78o (Sir Armsessel, bemalt und vergoldet,

Spencer Ponsonby-Fane) Adam, um x8oo (Sir Spencer

Ponsonby-Fane)

Frankreich brachte französische Moden an den Hof. Der spanische

Kragen und Hut, Spitzen und manch andere prächtige Erzeugnisse

-aus Frankreich gesellen sich zu unseren Vorstellungen über die Hofführung

 jener Zeit. Zeugnis dafür geben die damals von Malern der

verschiedensten Nationen ausgeführten herrlichen Porträts.

Von hohem Interesse ist es, das Entstehen der Moden in den

Möbeln und ihre Entwicklung zu verfolgen, welche, wiewohl lange

andauernd, sich in ihrem Fortschreiten verändern, nach und nach an

Schönheit einbüssen und schliesslich ihre Charakteristik mehr oder

weniger verlieren. Die Eleganz und Gediegenheit des italienischen

Classicismus von 1500 machte um 1625 der Überladenheit, Rohheit

und Schwere Platz. Man erwartete einen Wechsel.

Der neue König war ein Mann von verfeinertem Geschmacke, er

sammelte Gemälde und Zeichnungen und stattete seine Paläste prächtig

aus. Der Hof zeigte sich würdevoll und nach aussen hin glänzend.

Maskenzüge nach italienischer Art und dramatische Darstellungen

mit all dem hiezu erforderlichen Apparate wurden veranstaltet. Ein

grosser Architekt, lnigo Jones, wurde für diese Zwecke bestellt. Sein

Name ist in der Kunstgeschichte wohl bekannt; seine Laufbahn

hatte er, wie wir hören, als Zeichner decorativer Details begonnen;

Kamine, Verkleidungen und andere Innendecorationen geben ebenso

Zeugnis für sein Talent, wie die berühmte Brücke zu Wilton House,

Whitehall in London und manch anderer Bau. Das Kensington-Museum

 besitzt eine Barke, für den königlichen Gebrauch

bestimmt, mit reichgeschnitzter und vergoldeter Cabine am Hinter-
            
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