Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatszeitschrift II (1899 / Heft 3)

e

r.

b

m

a

h.

C

.n

n

A

x

e

d

t

h

h

s

n

A



Künstler, welche St. Florian durch den Bau und die Ausstattung

an sich zog, wirkten veredelnd auch auf das Handwerk ein

und so kam es, dass aus ihren Werkstätten köstliche Möbelstücke

hervorgiengen, mit denen die Prälaten oft ihre vornehmen Gönner und

Freunde beschenkten. Die Arbeiter verlegten sich auf Holzintarsia,

Boulearbeiten mit Messing- und Zinneinlagen, Imitationen von Marmor

und pietra dura. Selbst die Prunköfen wurden in St. Florian hergestellt;

 die Reliefs dazu wurden von Sattler oder den Italienern nach

dem Ausdruck der Rechnungen „geschnitten", i. e. modellirt und

von Müller vergoldet. Nur die Spiegel wurden eingeführt, theils aus

Venedig, theils aus Wien, welches seit wenigen Jahren eine kaiserliche

 Spiegelfabrik besass.

Einen solchen Ofen sehen wir auf unserer Abbildung der Antichambre.

 Er ist massvoll im Aufbau und in der goldenen Verzierung

der Reliefs auf weissem Grunde. Von den vielen Arrnsesseln und

anderen Gestühlen mit hoher Rückwand für die stattlichen Perückenköpfe

 jener Zeit geben wir ein Beispiel auf Seite 106. Prachtvoll

ist der grosse venezianische Spiegel über dem ganz vergoldeten

Consolentische. Die Höhe des Spiegels sammt Rahmen ist x Meter
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.