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MAK

Full text : Monatszeitschrift II (1899 / Heft 3)

Theilansicht des Landeshauptmannzimmers



Die zwei darauffolgenden Schlafzimmer des Kaiserpaares tragen

denselben Charakter fürstlicher Pracht an sich: rothe Damastspaliere

von oben bis unten, grosse Baldachinbetten von gleicher Farbe, schön

geschnitzte und vergoldete Tische und Stühle mit Damast überzogen,

venezianische Spiegel mit gläsernen Rahmen und ausgeschliffenen

Ornamenten. Auf der stuckierten Decke lesen wir den heissen

Wunsch nach einem Erben des Kaiserthrones. Die Sopraportenbilder

 mit Vorstellungen aus der antiken Geschichte, welche, wie

in den meisten Kaiserzimmern, auf die Vergänglichkeit irdischer

Grösse hinweisen, sind von Johann Degler. Das nächste Zimmer

nach den Schlafzimmern wurde ursprünglich „Zimmer der Kaiserin"

genannt und stellt in den Sopraporten berühmte fürstliche Frauen des

Alterthums vor, die Frauen Sardanapals, die Kokette auf dem Throne,

Kleopatra, und die grosse Semiramis (letztere von I-Ialbax). Die Decke

ist mit Waffen und Kriegstrophäen ausgefüllt, welche von Remp x7r3

hergestellt wurden; die Fensterleibungen und der Plafond sind reich

von Mademi stuckiert, die Möbel wie in den kaiserlichen Schlafzimmern.

 Ein auffallend grosser venezianischer Spiegel deutet auf die

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