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MAK

Full text : Monatszeitschrift II (1899 / Heft 1)

zurückweisen, die erlesenen, sanft ineinander schmelzenden Farbentöne

dieser oft sehr gelungenen Gefässe, die sich überdies durch ein Irisiren

und Phosphoresciren in besonderen metallischen Reflexen auszeichnen,

sind für Österreich etwas Neues, aber sie unterscheiden sich auch ganz



Keramische Erzeugnisse von Zsolnay in Fünfkirchen

wesentlich von dem amerikanischen Fabrikate, das die Anregung gab.

Es ist hier eine neue Glasweise gefunden, die sich gewiss lohnend

fortentwickeln lässt. Auch unter den einzelnen entwerfenden Künstlern

tritt diesmal ein neuer Mann hervor, dem man ein gutes Horoskop

stellen darf. Es ist dies der Architekt Rudolf Hammel, ein Ferstel-Schüler,

 der sich jetzt dem Kunstgewerbe widmet. Er besitzt eine

vielseitige Phantasie und arbeitet für die verschiedensten Materialien:

Metalle, Hölzer, Seide. Seine elastisch aufschiessende Mahagoni-Staffelei,

 deren Bekrönung etwas von der schmiegsamen Anmuth des



Cassette, lackines Nussholz mit Messingbeschlägen,

nach einem Originale aus dem Ende des XVlLjahrhundens,

 ausgeführt von Carl Kellermann

Schwanenhalses hat (von

Engelbert Malek ausgeführt),

ist ein vielbemerkter Gegenstand

 der Ausstellung. Seine

getriebenenMetallsachen,sein

silberner Becher, sein Leuchter,

 Weinkühler u. s. w. in

Bronze (von Franz Lischka),

seine schwungvolle Wand-'

 applique in Messing für elektrisches

 Licht (von dem fruchtbaren

 und geschickten Ignaz

Navratil), die im Blätterwerke

an Otto Eckmann erinnern

mag (übrigens der einzige
            
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