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MAK

Full text : Monatszeitschrift II (1899 / Heft 10)

Detail aus dem

Speisesaal



ist das überaus feste Haften der Farbe am Untergrunde. Um die

Illusion eines luftigen, aussen stattfindenden Vorganges zu erhöhen,

hat der Maler mancherlei geistreiche, zum Theil attrapenmässige

Behelfe verwendet. Gemalte Figuren langen mit den ausgestreckten

Armen hinter den plastischen Pilastern der Wandarchitektur durch;

auf einem Thürsturz steht eine in Metall getriebene Capsa mit

Schriftrollen, aber sie ist nur täuschend gemalt; desgleichen liegen

gemalte Rosen, wie hinabgefallen, auf einem wirklichen Gesimse, und

auf einem anderen steht ein Kopfgefäss aus Terracotta. Die Künste

spielen gleichsam ineinander hinüber. Zu beiden Seiten des Einganges

zum Wintergarten tauchen noch andere, diese Stelle auszeichnende

decorative Einfälle auf. Da der Künstler von den Säulenstellungen

der Schule Umgang nahm, musste er auf andere Betonungen bedacht

sein und die Phantasie der Modernen liess ihn nicht im Stich. Rechts

und links der breiten Wandöffnung sind, mitten in den gemalten

Scenen, applikenartig zwei grosse, in flachstem Relief mit der

Hand getriebene Bäume aus glänzendem Metall angebracht. Links

ist es ein goldener Lorbeerbaum, der schlank aufsteigend sich oben

zierlich verästelt und mit etlichen Zweigen hinter dem Wandpfeiler

durchwächst. Er spriesst aus dem dunklen, bauchigen, goldgefliigelten

Kupferbecken eines Dreifusses hervor, der archaisch mit stirnziegelartigen

 Motiven verziert ist. Das Becken hat oben einen goldenen
            
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