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Full text: Monatszeitschrift III (1900 / Heft 3)

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vernachlässigt. Die Kinderfestzugsmedaille ist allerliebst. Was bei Marschall 
vor allem auch angenehm auffällt, ist die Schrift; er schliesst sich hier den 
besten französischen 
Vorbildern an. Pawlik 
rückt immer mehr in 
die vorderen Reihen, 
der Einfluss Scharffs 
ist bei ihm stark zu 
verspüren, so in der 
nach der Natur model- 
lirten grossen Guss- 
medaille des Erzher- 
zogs Rainer. Hier, wie 
bei der Plaquette des 
Abtes Karl von Melk 
zeigt sich, ganz im 
Gegensatze zu ande- 
ren jüngeren Wiener 
Medailleuren, ein fast 
zu ängstliches Einge- 
hen auf Einzelheiten, wodurch das Grosszügige, Malerische der Auffassung 
verloren geht. Unter den Pomätmedaillen ist die des Herrn Cubasch wohl 
die gelungenste, höher aber als alles andere, was wir hier von dem tüchtigen 
ernsten Künstler sehen, steht die Plaquette des Knaben mit dem Schiife und 
die an die besten französischen 
Arbeiten erinnernde Plaquette mit 
der Darstellung des Abendgebets: die 
untergehende Sonne lässt ihre letzten 
Strahlen auf den Acker fallen, der 
alte Bauer sitzt müde betend auf dem 
Pfluge, die danebenstehende Magd, 
eine schön gebildete Figur, neigt an- 
dächtig ihren Kopf, als ob sie dem 
verklingenden Glockengrusse der ent- 
femten Dorfkirche lauschte, die alten, 
abgearbeiteten Gäule am Pfluge 
halten gerne Ruhe, während die 
Schafe ihr spärliches Futter weiter 
suchen. Eine durchaus stimmungs- 
volle malerische Scene mit male- ' _ _ 
rischer Stimmung erfasst, weich ohne Anm": Hfkjffjjgnijigiiiyj; "Q1111?" des 
Weichlichkeit. Hier ist Pawlik Poet, 
wie es der Medailleur sein soll. Auch das Ehrenzeichen des Clubs der 
Münz- und Medaillenfreunde in Wien ist ein liebenswürdiges, feines 
  
 
Stephan Schwanz, „Elegivk Bronzeplaquette 

	        
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