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MAK

Full text : Monatszeitschrift III (1900 / Heft 4)


C. R. Ashbee, Snlz- und Ffeüerslinder aus getriebenem Silber

Ashbee leitet. Die Gesetze sind schon erwähnt: Zweckmässigkeit, Materialtreue,

 Einheitlichkeit. Der deutsche Kunstgewerbler ist meist früher Maler

gewesen, der englische Architekt. Die Differenz ist gross. Auch Morris hatte

ja die ersten Pläne für sein Lebenswerk auf einer mit Burne-Jones

gemeinschaftlich unternommenen Reise durch Nord-Frankreich, angesichts

der gothischen Baudenkmäler gefasst.

_ Der Ruf, mit dem Ashbee seine Thätigkeit begann, war: Los von der

Maschinenarbeit für das Kunsthandwerk! Die Auferstehung der Werkstatt

ist sein Ziel. Man trenne nicht das Zeichenatelier von der manuellen

Werkstatt, diese Arbeitsstätten vom Bureau des Capitalisten. Diese Art der

Arbeitstheilung, die für die Industrie, für die Erzeugung von Massenartikeln

gut sein mag, demoralisirt das

Kunstgewerbe. Es verlohnt sich

wohl, auf diese Grundsätze

nachdrücklich hinzuweisen. Und

gerade in Deutschland und

Österreich möge man es beim

jetzigen Stande der Entwicklung

bedenken, dass die Arbeit des

Zeichners nicht von der des

Werkmannes getrennt sein darf.

Die mannigfachen Irrthümer,

denen man zum Beispiel auf der

letzten Dresdener kunstgewerblichen

 Ausstellung begegnen

konnte, rühren meines Erachtens

 lediglich von dieser hochmüthigen

 Trennung der zeichnerischen

 Leitung von der

manuellen Ausführung her. Man

wundert sich bei einem Gange

durch Essex-House, zu sehen,

wie   dem Werkmann C. R. Ashbee, Schreibkabinet, Eiche


            
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