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MAK

Full text : Monatszeitschrift II (1899 / Heft 12)

schmale Oberlichter

in Glasmosaik, immer

dasselbe Motiv von

ein paar eigenthümlich

 ausgeschnittenen

Farbenflächen, deren

Trennungscurven auf

ein paar unsymmetrisch

 vertheilte helle

runde Glaspunkte zuführen.

 Die Farben

dieser Oberlichter

sind immer andere,

sie entsprechen denen

der zugehörigen Zimmer.

 Auch das Stiegenhaus

 öffnet sich

in jedem Stockwerk

mit einem grossen

Mosaikfenster nach

der Facade. Das des

ersten Stockes ist mit

der Thüre aussen in

eine grosse Malerei

zusammengefasst.

Adolf Böhm hat zwei

mächtige Apfelbäume

an diese Thür- und

Fensterwand gemalt,

in Grün, Violett und Apfelroth, aber ganz dünn und hell, wie einen

Anflug blos, als färbe die umgebende Natur auf das gebaute Menschenwerk

 ab, stellenweise; sie weiss schon, wo es passt.

Diese Dinge sieht man, wie gesagt, auf den ersten Blick. Hier ist

freilich die Möglichkeit eines ersten Blickes gegeben, denn der Platz

vor dem Hause ist weithin durch gar nichts verstellt. Statt der patzigen

Blumenparterres mit Terracottavasen und mageren Springstrahlen,

mit Gynereumgebüschen undTaxushindernissen, liegt hier ein einfacher

Lawn, der grüne Rasenplan, der einen im Garten gleich heimisch

macht, weil man nicht fürchtet, etwas Heikles zu zertreten und sich

bei den Hausleuten unpopulär zu machen. Und dann, das gibt nicht

nur einen freien Blick auf das Haus, sondern auch einen aus dem

j. M. Olbrich, Villa Friedmann, Hausthüre
            
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