Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatszeitschrift II (1899 / Heft 11)

377

seine Berge, und da stand ihm unverrückbar sein Ziel vor den Augen:

Die Mittel zu finden galt es, um Licht und Luft zu malen. Man

berichtet, das erste Bild sei schon ein Schritt auf diesem Wege

Giovanni Seganxini, Die Heuernte



gewesen. In William Ritters Monographie wird folgender Ausspruch

 eines Mitschülers über dieses Erstlingswerk aufgezeichnet:

„Hier sah man wirklich das Licht durch das gemalte Fenster hineinströmen."



Es litt den Künstler nicht mehr in der Stadt. Was andere ihm

lehren konnten, wusste er. Das Leben selbst, die Natur hatte fortan

seine Schule zu sein. Er zog nach Brianza, in die Voralpen, dann

immer höher hinauf nach Savognino, nach Soglio, nach Maloja-Kulm.

Dort lebte er, dort war die Heimat seiner Seele. Nichts konnte ihm

die Stadt geben, was nicht schon in der Alpennatur rnit gewaltigen,

ehernen Zügen aufgezeichnet war. Zwischen ewigem Schnee und den

grünen Matten, die sonst nur im Sommer die Herden beherbergen,

lebte er, unermüdlich schaffend. Dort malte er, und von dort sandte

er, ins Thal hinab, drei Brochüren über die Kunst, wie er sie meinte.

Mit dem Pinsel und der Feder arbeitete er, fast ein Eiferer, für seine
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.