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Full text: Monatszeitschrift III (1900 / Heft 6)

Zimmer des Herrn 
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Charlemont ist in der That ein jahrelanger Freund des Hauses, und 
darum war sein Mitwirken auch so fruchtbar; seine Mithilfe ergab sich so 
naturgemäss, wie es selbstverständlich ist, dass auch der Einfachste vor der 
Vollendung einer grossen Sache seine Freunde um Rath fragt. Der Mann 
verfeinerter Bildung wird hier unter den Freunden eben den Künstler haben. 
Besonders reichlich ist der Antheil Charlemonts an der Ausgestaltung 
des Speisezimmers, dessen Ausführung die Tischler Öepl und Spacek und 
der Kunstschlosser August Öepl in Wien besorgt haben. Der farbige Eindruck 
wird wesentlich durch das Braun des Eichenholzes und das Grün des 
Teppiches bestimmt, welch letzterer, wie all die anderen trefflichen Stücke 
der Art im Hause ein Werk der Ginzkey'schen Fabrik, besonders fein zu 
dem Raume gestimmt ist. Alles in dem Raume wird aber durch den lichtum- 
flossenen Alkoven überstrahlt. Doch erlauben mächtige Vorhänge mit 
weichem Faltenwurfe auch ein Concentriren der Gedanken um den trau- 
lichen Tisch. 
Für die Eigenheit Charlemonts sind besonders die naturalistischen 
Holzschnitzereien und Eisenbeschläge charakteristisch. In den Wand- 
Verkleidungen und daranstossenden Möbeln ist vielleicht etwas zu viel
	        
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