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MAK

Full text : Monatszeitschrift III (1900 / Heft 7)


Portal des „Grand Palais des Beaux-Ans". Erbaut von Deglane

muss die Schönheit eines Bauwerkes liegen, nicht im Decorativen.

Alles Verschönern gehört in das Gebiet der Omamentik. Und die Facade

eines Hauses muss mehr bieten als die Impression einer gut verzierten

Fläche oder eines Reliefs. Nichts ist verfehlter als jene Art von Facadenbau,

die sich bemüht, eine Bildwirkung zu erzielen und durch Zierat aller Art den

Eindruck des Hauses zu verwischen. Jene Faeade wird die beste sein, die

den sichersten, klarsten Ausdruck des ganzen Baudenkmals in seiner Aussenund

 Innenconstruction, in seinem Zwecke bietet.

Das hat man hier vergessen. Alle Eindrücke bekommt man hier eher

als architektonische. Die Erbauer der Ausstellungspaläste haben in ihren

Facaden auf das Ornament allein geachtet. Aus der Fläche selbst Wirkungen

zu ziehen ist ihnen nicht eingefallen, oder es ist ihnen zu ärmlich, zu wenig

künstlerisch erschienen. Jedes Thor, jede Colonnade, jede Brücke, jede Holzdecoration

 sollte viele „Ideen" zeigen. Und auf der Jagd nach Arabesken,

nach Ornamenten, nach malerischen Ideen, da die architektonischen mangelten,

 ist den Erbauem jedes Gefühl für die Grenze des architektonisch

Möglichen abhanden gekommen. Eine unerträgliche Hast und Nervosität

hat sich bei allen jenen Bauwerken eingestellt, die speciüschen Aus-40'


            
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