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MAK

Full text : Monatszeitschrift III (1900 / Heft 8)

Empirezimmer, ausgeführt von österreichischen kunstgewerblichen Fachschulen

Art Möbel, wie sie Maler anfertigen können. Aus oft geistreichen Launen

entstehen Linien, die keine constructive Bedeutung haben. Das decorative

Element ist das Einzige, das beachtet wird. In München hat das zu einem

Übervvuchern gewisser allzu kräftiger schwerer Formen geführt, ein Büchergestell

 hat dort das gleiche schwer-fällige Äussere wie ein Lehnsessel. Da

aber jeder Gegenstand durch seine specielle Form wirken sollte, hat man

jene Art von decorativer Kunst ausseracht gelassen, die als vornehmstes

Thätigkeitsfeld des Malers gelten darf: die Interieurkunst. Da liegt die

Aufgabe des Künstlers, ebenso wie die des künstlerisch gearteten Bewohners;

es handelt sich darum, die Farbenwirkungen gegeneinander abzuwerten,

das Licht zwdämpfen oder zu heben, u. s. w. Aus der Harmonie eines

Interieurs entsteht die Stimmung. Die Gesammtheit muss wirken, den Duft

des Lebens verbreiten, das in diesem Raume vor sich geht, niemals aber
            
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