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Full text: Monatszeitschrift IV (1901 / Heft 2)

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M. H. Baillie- 
des East End's gehen, der romantischen Verbrechergegend, des „]ag0s", 
der nun zu Arbeitervierteln umgewandelt werden soll. Die Wohnungsnoth 
hat zu zwei gänzlich divergirenden Versuchen geführt. Einerseits zur 
Errichtung von „Settlementsß anderseits zum Baue grosser Zinskasernen 
(„Mansions"). Die Einführungvon Settlements ist veranlasst durch einen grossen 
Complex socialer und religiöser Ideen; eines der ersten wurde von der Heils- 
armee eingeführt, andere von den „Fabiern", wieder andere gehen auf den 
Anstoss einzelner Philantropen zurück, so das Pasmore-Edward-Settle- 
ment. Wenn aber auch Plan und Anstoss dieser Einrichtungen allerhand 
Nebenabsichten und ideale Umhänge aufzuweisen hatten, der Erfolg 
ist lediglich auf die Wohnungscalamitäten zurückzuführen. Diese Settlements 
haben nur getrennte Schlafräume für die einzelnen Bewohner und Familien; 
alle übrigen Räume (Lese-, Speise-, Spiel- und Conversationszimmer) sind 
allen gemeinsam. Man kann sich wohl keinen heftigeren Contrast zum 
traditionellen englischen Wohnprincip vorstellen als diese Nivellirungs- 
methode der Settlements. Der Satz „My house - my castle" ist da mit 
einem wuchtigen Schlag vernichtet.
	        
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