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Full text: Monatszeitschrift IV (1901 / Heft 2)

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M. H. Baillie-Scott, Familienhaus in Douglas. Isle of Man 
nach aussen, von aussen nach innen. Mit Beachtung und auf Grund dieser 
und ähnlicher logisch-architektonischer Forderungen ein individuelles Haus 
zu bauen und einzurichten, ist das Bemühen der modernen englischen 
Architekten. 
Eine Reihe von Abbildungen mögen nun die Arbeiten M. H. Baillie- 
Scotts vorführen. Die im Vorangegangenen ausgesprochenen Principien 
sind meist aus Scotfschen Bauten abgeleitet worden. Die grossen Züge der 
Raumgruppirung sind ja meist typisch. Doch wird es niemals unterlassen, 
durch kleine Niveauänderungen, durch die Verschiedenheit der Grössen- 
Verhältnisse dem Hause Abwechslung und individuelles Leben zu schaffen. 
Als charakteristisch für Baillie-Scott erscheint die vielmalige Gliederung 
des Hauses, das Bauen in niedrigen Complexen. Da ist die Grenze zwischen 
dem üblichen vornehmenLandhause der Jakobinischen oder Elisabethinischen 
Zeit und dem modernen „cottage". Je weiter man aufs Land hinaus geht, 
desto eher lässt sich das Princip des niedrigen Hauses vertheidigen. Sie sind 
gesünder, bequemer, im Baue billiger, nur sind sie naturgemäss durch die 
Grundpreise in der Nähe der Stadt unerschwinglich. Baillie-Scott ist ja in der 
That kein Londoner. 
Seine Heimat ist Schott- 
land, die „Isle of Man" 
bei Douglas, und die 
Häuser, die er baut, 
stehen auch in jenem 
merkwürdigen, halb 
nervösen, halb puri- 
tanischen, halb aske- 
tischen, halb mystisch- 
erregten Lande, von 
dessen Kunstgewerbe 
M. H. Baillie-Scott, Halle eines Familienhauses in Windermere  WieneT ja letzthin 

	        
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