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MAK

Full text : Monatszeitschrift IV (1901 / Heft 3)

Gestalt, der Schale für

den heiss zu trinkenden

Cafe die hohe Kelchforrn

 normirt hat, - in

Claude Ballin, Nicolas

Delaunay, Pierre Coeffe,

Thomas, Francois und

Pierre Germain, Auguste,

 Roettier und allen

anderen hat Frankreich

Künstler besessen, die

derartig glänzende und

grossartige Werke geschaffen

 haben, dass die

moderne französische

Goldschmiedekunst,

wenn sie schon aus

Rücksicht auf den auf

diesem Gebiete herrschenden

 eigenthümlichen

 Conservatismus

die gegebenen Grundformen

 übernehmen

musste, grösstentheils

nichts besseres thun zu

können glaubte, als die

prächtige Decorationsweise

 jener grundlegenden

 Meister mit zu übernehmen.



Schliesslich dürfte Walter Crane, Tapete „Pfau", Eigenthuxn des Budapester

noch erklärend für die Kunstgwmbemuseums

überwiegend retrospeetive Richtung der modernen französischen Goldschmiedekunst

 der Umstand in Betracht kommen, dass eine Reihe massgebendster

 Firmen, die, wie das Haus Odiot, ins XVIII. Jahrhundert

zurückreichen, oder, wie das Haus Aucoc, in den ersten Jahren des XIX.]ahrhunderts

 gegründet wurden, eine Art arbeitsaristokratischen Stolzes darein

setzen mögen, sich revolutionären Neuerungen auf geschmacklichem Boden

nach Thunlichkeit fernzuhalten.

Frei von dem Streben nach stilistischen Neuerungen, hatte die grösste

Mehrzahl der französischen oder präciser gesagt - da ja die Hauptstadt

naturgemäss das weitaus zahlreichste Contingent der Exponenten gestellt

hatte - der Pariser Goldschmiede ihr Hauptaugenmerk darauf gerichtet,

den alten Ruhm der französischen Goldschmiedetechnik nicht nur zu

15'?
            
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