Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatszeitschrift IV (1901 / Heft 6 und 7)

Eine ideale Ofücierswohnung. Durchblick aus der Vorhalle

gestattet ist. Die Tapete besteht aus einem einfachen Linienmuster, das auf

gelblich-braunem, granulirtem Papier gedruckt ist; die Einrichtung aus licht

gebeiztem Eichenholz. Das prächtige Doppelschlafzimmer ist in einem

Farbenplan von graublau und dunkelrosa gehalten. Die Wandfüllung ist ein

Tulpenmuster auf blauem „Grastuch", der Fries ein gepresstes Relief in Blau

und Silber; die Möbel sind, dem allgemeinen Plane entsprechend, aus

schwarzblau gefärbtem Eichenholze hergestellt.

Zum besonderen Lobe aller betheiligten Künstler sei noch erwähnt,

dass das Gebäude, welchem diese „ideale Officierswohnung" einverleibt

wurde, nichts als eine temporär errichtete Ausstellungsbude ist, deren Hauptmaterial

 aus Pappendeckel besteht, und die der künstlerischen Behandlung

ungemeine Schwierigkeiten entgegenstellte. So haben zum Beispiel die Thür-Öffnungen

 eine abnorme Breite und eine fast quadratische Gestalt, die sich

kaum für Decorationszwecke eignet. Die originellen Formen der Thürverkleidungen

 legen ein beredtsames Zeugnis für H. Nappers Erfindungsgabe ab.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.