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MAK

Full text : Monatszeitschrift IV (1901 / Heft 6 und 7)

Eine ideale Ofücierswohnung. junggesellenzimmer

jungen, hochbegabten Frau (Tochter des Hofraths von Wacek) bezogen hatte. verbrachte

er die letzten acht Jahre, zuletzt überhaupt nur noch als Stubengefangener. Die Frische

seines Geistes und die Lust zur Arbeit blieben ihm doch bis in den letzten Winter

gewahrt. Er starb 76 jahre alt und sein Tod erregte überall das tiefste Bedauern.

PORTÜIS UND FIX. Diese bedeutende Firma fürWohnungsausstattung hat kürzlich

ihr neues Geschäftshaus in der Ungargasse eröffnet. Es ist vom Architekten Max

Fabiani erbaut und macht mit seiner imposanten hochmodernen Facade von 41 Meter

Länge einen grossen Eindruck. Parterre und Mezzanin sind Geschäftsräume mit Auslagefenstern

 und aussen mit polirtem schwedischem Granit in zwei Nüancen verkleidet, das

Metall der Fenster Rothguss. Die drei Stockwerke darüber sind mit viereckigen hellgrünen

und bräunlichen, in verschiedenen Nüancen spielenden Platten von Pyrogranit (von

Zsolnay in Fünfkirchen) belegt. Das felsenfeste, schimmernde Material wirkt vortrefflich,

aber auch ganz ungestört, da alle herkömmlichen Gliederungen vermieden sind und nicht

einmal ein Hauptgesimse vorhanden ist. Die Fenster, n in jeder Reihe, mit 2 Meter breiten

Pfeilermauern, sind einfach viereckig eingeschnitten, allerdings dann (auch im Holz- und

Metallwerk) zur denkbarsten Vollkommenheit durchgebildet. Sie schliessen hermetisch wie

Cassenthüren und die Metallgride sind sogar den vier Fingern der greifenden Hand angepasst.

 Als Zierrat der Facade wirkt übrigens eine Reihe von acht metallenen Lampen-Ständern,

 die als stattliche Curven aus der Wandfläche herausgehen und die Bogenlampen

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