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MAK

Full text : Monatszeitschrift IV (1901 / Heft 8)

349

die Thür zur linken

einige Stufen hinaufführen.

 Da der Kamin

an der Aussenwand

liegt, konnten daneben

Fenster angeordnet

werden, die dem Kaminsitz

 Tageslicht zuführen,

ebenso dem Oberstübchen.

 Das letztere öffnet

sich auch nach dem

Speisezimmer hin mit

einem kleinen Fenster.

So kann sich der Hausherr

 in ruhiger afterdinner

 Stunde zur Lecture

 oder zum Genusse

der in Damengesellschaftstrengverbotenen



Cigarre zurückziehen

und bleibt doch in Verbindung

 mit dem um den

Kamin versammelten

Hausgenossen. In der

handwerklich soliden

Ausführung solcher Innenausstattungen

 traf

Shaw zusammen mit

m . w der von Morris geleite-Henry

 T. Hare, Volkshibliothek, Bade- und Waschanstalt in tenBewegung-y nur dass

Sho"d"ch' London letzterer noch an der

Gothik festhielt.

Neben Norman Shaw wirkten in ähnlichem Sinne der Schotte ]. j. Stevenson,

 der sich 1872 mit M. Robson, dem Architekten des Londoner

Schulamtes (School Board Office) und des People's Palace, associirt, um eine

Reihe von Volksschulen im Queen Anne-Stil zu bauen. Sie verwenden für

die Flächen das billigste Ziegelmaterial, nur für die Rahmen und Gliederungen

sparsam Sandstein und wissen doch bei dieser billigen Ausführung durch

malerische Gliederung der Baumasse statt nüchterner Schulbauten

ansprechende und wohnliche Schmuckbauten zu gestalten.

So war für den bürgerlichen Wohnhausbau das Streben nach äusserem

Schein überwunden, die unleidliche Manier, das Familienwohnhaus als

Florentiner Palast oder gothisches Schloss zu decoriren. Immermehr suchte

man die kostbare Ausstattung des Innern hinter einer schlichten Ziegel-
            
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