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MAK

Full text : Monatszeitschrift IV (1901/ Heft 10)

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Internationale Kunstausstellung zu Dresden, Ziergelässe, entworfen von H. E. v. Berlepsch

Decke, der Teppich u. s. w., alles ist einheitlich empfunden und stimmt zu

dem ganzen Charakter des Zimmers.

Der Salon von dem Wiener Melichar ist aus einem Preisausschreiben

des Dresdener Möbelfabrikanten RJ-Ioffmann hervorgegangen. Er zeigt die

ruhige, vornehme Eleganz, die man von einem solchen Luxuswohnraume

erwartet. Von den einzelnen Stücken, die aus rothem Mahagoniholz

hergestellt sind, ist das Hauptstück ein grosses Compositionsmöbel: ein

Ecksopha, verbunden mit Glasschränkchen und allerhand Bequemlichkeiten

zum Aufstellen der Lampe, des Rauchservices und ähnlicher Dinge, mit

Schubfächern u. s. w. In der Forrnengebung zeigt sich ein ansprechender

Eklekticismus, ein nach dem Eleganten gewandter Zweckstil, ohne grosse

Eigenart. Wenn wir freilich zurückblicken auf die Bizarrerien, die wir in

den letzten Jahren unter der Flagge des Eigenartigen hingenommen haben,

werden wir gegen solche Eigenart etwas skeptisch gesinnt und ertappen wir

uns, trotz entschiedener Sympathien für die Moderne, auf dem Gedanken,

nicht zwar, dass die Wiederholung der historischen Stile auch weiterhin

das Richtige sein würde, aber doch, dass etwas weniger künstlerischer

Individualismus auf dem Gebiete des modernen Möbelwesens nicht schaden

könnte.

Das Pankok'sche Zimmer weist in den knorrigen, gebogenen Streben

der Tischplatte, in den wunderlichen, dreieckigen Lehnen der Stühle,

in der weiten Ausbauchung der Commode und in anderen Einzelheiten

Wunderlichkeiten auf, über die man nicht leicht hinwegkommt, mag man

sonst auch der überaus feinen, hellen Farbenharmonie (helles Mahagoni-56


            
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