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MAK

Full text : Monatszeitschrift IV (1901 / Heft 11)


bildung der Einzelheiten zu verbinden. Auch in der Oberfläche, in der

Haut seiner Köpfe - mehr interessirte ihn am Menschen zumeist

nicht - wollte er die feine künstlerische Empfindung sehen; ebenso wie

das Seelische seiner Werke lag ihm am Herzen, wie es in seinem

Nekrolog in der „Gazette des Beaux Arts" heisst: „le precieux de Penveloppe,

la delicatesse du rendu". Vor den rohen Materialien hatte er einen Abscheu,

vor der Bronze sowohl, die anfänglich wie ein blankgeputzter Küchenkessel,

später schmutzig, verrusst aussieht, wie vor dem Marmor, der anfänglich

glimmerartig glänzt wie Zucker oder glyzerinartig wie Seife wirkt, später

nicht minder vom Schmutz verderbt wird. Von dieser Empfindung aus kam

Carries zu jenem Suchen nach Patina, das ihn sein ganzes Leben hindurch

beschäftigt hat und so ungemein bezeichnend für sein ganzes Schaffen ist.

Und nicht minder gross war Carries' Abscheu vor der trocken-akademischen

 

Ch. Ashbee, Gürtelschnzllen
            
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