MAK

Full text: Monatszeitschrift V (1902 / Heft 1)

 
Glaswaren der Erlaucht Graf Harracwschen Fabrik Neuwelt 
viel beigetragen, dem modernen Zimmer seine neue Stimmung zu geben. 
Aber auch in einzelnen Interieurs Findet man sehr schöne Exemplare 
verwendet; so bei Pospischil den originellen Eckmann'schen Tigerteppich 
mit gelber Tönung und im Speisezimmer von Portois und Fix einen zweiten 
mit grosszügiger Reben- und Traubenguirlande, die in drei 
Tönen von Braun auf braungelblichen Grund hinschattirt 
ist und einem ähnlichen Friesstreifen der Wände entspricht. 
Aus Maffersdorf stammt übrigens auch ein grosser Teppich, 
dessen eigenthümlicher Entwurf von der Karger-Schülerin 
Fräulein Louise Wagner herrührt. Backhausen und Söhne 
bringen wieder ihre interessanten Olbrich'schen Teppiche und 
Moser'schen Stoffmuster. Vielen Anklang finden bereits die 
Arbeiten der neuen krainischen Kunstweberei-Anstalt zu 
Laibach, die aus dem Atelier des Museums mancherlei 
gefällige Muster erhält. In Stickereien ist man gewohnt, sich 
auf Giani und L. Nowotny zu verlassen, doch fallen auch 
andere Namen auf (Elsa Ungers Applicationen auf der Näh- 
maschine, die Damen Bauer, v. Becker, Berthe, Kaufmann, 
I-Iillischer, des Wiener Frauenerwerbvereines). Die Spitzen 
des Central-Spitzencurses haben nichts an Frische und 
Abwechslung verloren. Die reizenden Entwürfe der Damen 
Hrdliczka, I-Ioffmanninger, Dillmont, für genähte, geklöp- 
pelte und gehäkelte Spitzen haben durchaus die frischere 
Naturauffassung und keckere Stilisirung von heute. Die Fach-  
schulen Idria, Cortina, Gossengrün gehen dieselben Wege. E, Salm. 

	        
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