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MAK

Full text : Monatszeitschrift V (1902 / Heft 2)

in der Composition seiner Thiergruppen häufig unfreiwillig parodistisch

wird, dessen Formen plump und ohne Grazie sind und dessen Technik den

Goldschmieden ein mitleidiges Lächeln ablockt.

Dabei geberdet sich diese Art sehr anspruchsvoll, vieldeutig und merkt

gar nicht, dass die voluminösen Ringe untragbar sind und dass die zackigen

Ränder der Skorpions- und Flügeladlerbroschen für die Toiletten der Damen

nur eine Gefahr, aber keinen. Schmuck bedeuten.

Dies wäre eine kleine Blütenlese aus des Kunstgewerbes Überiluss. Ein

Ereignis von grösserer Bedeutung als alles heute GestreiRe steht für den

nächsten Monat in Aussicht. Das Hohenzollernlzaufhaus plant eine grosse

Ausstellung „Moderner Kleinplastik", die sicher eine sehr charakteristische

Revue aller künstlerischen Temperamente unserer bunt gemischten Gegenwart

 geben wird. Felix Poppenberg

EICI-IENBERG. NORDBÖHMISCHES GEWERBEMUSEUM. DAS

PREIS-AUSSCHREIBEN DES NORDBÖHMISCHEN GEWERBE-MUSEUMS

 nahm einen ungemein befriedigenden Verlauf. Die Betheiligung

war eine sehr lebhafte. An der ersten Aufgabe (freistehender Schreibtisch

mit Stuhl) betheiligten sich acht Bewerber; den ersten Preis (300 Kronen)

erhielt Carl Czastka in Reichenberg, dessen Schreibtisch nach dem Entwurfe

von Carl Lederle ausgeführt ist; den zweiten Preis (200 Kronen) Ferdinand

Hühner in Reichenberg, dessen Schreibtisch nach dem Entwurfe von

Professor Emanuel Gerhart gearbeitet ist; den dritten Preis (x00 Kronen)

bekam Mathias Batschek in Reichenberg; ausserdem wurde dem Schreibtische

von Anton Suchard in Neupaka und dem leider zu spät eingelieferten Schreibtische

 von H. 8: A. Kirchhof in ]ohannesthal eine ehrenvolle Erwähnung

zugesprochen. - Am bescheidensten war die Theilnahme an der zweiten

Aufgabe (Beschläge für ein Kastenmöbel); dessen ungeachtet wurden die

drei Preise von 200 Kronen, ioo Kronen und 50 Kronen an die drei Bewerber

vertheilt; den ersten Preis erhielt Franz Kulhanek in Hoiitz, den zweiten Preis

Mathias Schofka in Reichenberg, der nach einem Entwürfe von H. Kirchhof

in Johannesthal arbeitete, den dritten Preis Wilhelm Matznar in Reichenberg,

welchem Carl Lederle den Entwurf lieferte. - Für die dritte Aufgabe (Wandund

 Deckenmalerei eines Speisezimmers) wurden zehn Concurrenzarbeiten

eingereiht. Den ersten Preis (200 Kronen) erhielt Ernst Meininger in Reichenberg,

 den zweiten Preis (x00 Kronen] Otto Hessel in Teplitz und den dritten

Preis (50 Kronen) Carl Schwan in Gablonz; ausserdem wurden die Arbeiten

von Wilhelm Keil und Wenzel Porsche in Reichenberg mit einer ehrenvollen

Erwähnung ausgezeichnet. - Weitaus am stärksten war die Betheiligung

bei der vierten Aufgabe (geschnittenes Krystallglas für Rothwein), bei

welcher nicht weniger als 53 ausgeführte Arbeiten der Begutachtung vorlagen.

 Den ersten Preis (x 50 Kronen) erhielt Wilhelm Schönfeld (Josef

Gerner) in Haida, den zweiten Preis (75 Kronen) die beiden k. k. Fachlehrer

 Hugo Max und Otto Pietsch in Steinschönau, den dritten Preis

(40 Kronen) Carl Goldberg in Haida und sein Steinschönauer Graveur Reinhold

 Herretin. Ausserdem wurden in dieser Gruppe sechs ehrenvolle

Erwähnungen ausgesprochen und zwar für die Arbeiten mit folgenden Kenn-Worten:

 „Luftblasen", Entwurf von Carl Schwan in Gablonz, Gravirung von

s: k 1, . . . _,

böäägelgf;still_ Alois Pohl in Harrachsdorf; „Fragile" und „Isabelle", Entwurfe von

glasvxvlll_jhd_ Carl Lederle in Reichenberg, Gravirung von Alois Pohl in Harrachsdorf,

(Österr. Mus.) „7ool4" Carl Goldberg in Haida und sein Graveur Franz Heller in Haida;
            
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