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Full text: Monatszeitschrift V (1902 / Heft 3)

In Glasmalerei haben 
sich die Amerikaner in 
den letzten Jahren bedeu- 
tend hervorgethan. Die 
Ausstellung wies aller- 
dings ausser denFenstern 
von Frederic G. Lamb 
wenige von Bedeutung 
auf, aber soeben hat ein 
mächtiges Fenster von 
dem Präsidenten der 
„American Artists Socie- 
ty", John La Farge, im 
„National Arts Club" 
Aufstellung gefunden, das 
eine sehr gediegene Com- 
position darstellt: die 
Weisheit, der das Alter 
und die Jugend huldigen. 
Diese sind durch die Fi- 
guren eines Greises und 
eines Jünglings versinn- 
licht. Die Farbe ist sehr 
brillant und die Zeich- 
Ausstenung in Buqalm 5mm, von nung in SChÖHBII, kfäf- Ausstellung in Buffalo, Schrank, von 
Charles Rohlfs, Buffalo tigen Linien gehaltelL Charles Rohlfs, Butfalo 
In den Studiosvon Tifiany 
wurden auch von verschiedenen Künstlern bedeutende Glasmalereien in 
Favrile Glass im Mosaikstil verfertigt. Unter anderem von Josef Lauber, 
Edward P. Sperry, Frederick Wilson und A. F. Northrup, aber auch sie 
fanden auf der Ausstellung nur Vertretung durch Wilsons Entwurf für die 
„Verkündigung", ausgeführt in Favrile Glass, wohl aber hat man oft Gelegen- 
heit, in den New-Yorker Studios der Tiffanys die neuesten Glasmalereien 
zu studiren. Ein Raum ist dazu eigens kapellenartig eingerichtet. 
In anderen Branchen waren aber die Tiffanys auch sehr vorzüglich auf der 
Ausstellung repräsentirt. Die beiden Firmen Tiffany und C0. - Edelstein- 
und Perlenschmuck, Gold- und Silberschmiedarbeiten H und Louis C. Tiffany 
- der der Sohn des älteren Firmainhabers ist und unter eigenem Namen, 
die grossen Glaswerkstätten leitet und der ein vorzüglicher Künstler und 
der Zeichner und Erfinder des „Favrile Glass" ist - sie haben, obgleich in 
New-York die beiden Firmen getrennt arbeiten, gemeinsam in Buffalo aus- 
gestellt als „Tiffany Studios". Es war eine grossartige Ausstellung, da die 
Arbeiten so vieler und verschiedenartiger kunstgewerblicher Gebiete, auf 
denen allen ganz Besonderes geleistet wird, vereinigt waren. Den Mittel- 
 
	        
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