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Full text: Monatszeitschrift V (1902 / Heft 3)

Ausstellung in BuHalo, Grueby Ponery, Boston 
 
thümlichen Lüster zu erzielen weiss, der manchmal an Favrile Glass gemahnt 
und die hübschen Blumenmalereien von Miss Montford. 
Der Totaleindruck, der nicht übermässig grossen Ausstellung war ein 
künstlerischer. Die vielen Sculpturen und Brunnen, die Lagunen und der 
grosse Park, verhalfen wesentlich zu demselben. 
Die Sculpturen waren keineswegs lauter Meisterwerke, aber sie förderten 
das Gesammtbild. Nicht vergessen darf man des geschmackvollen 
Placates, welches die Ausstellung überall ankündigte: „Der Geist des 
Niagara", eine Frauengestalt, die sich aus den Fluten der Fälle erhebt, in 
zarten Tönen des Regenbogens ist das Ganze gehalten. Ein Werk der 
Buffaloer Malerin Mrs. Cary. 
Ehe wir aber vom amerikanischen Kunstgewerbe scheiden, erübrigt 
es noch, einen kurzen Abstecher nach „East-Aurora" zu unternehmen, das, 
weil nur einige Meilen von Buffalo entfernt, die Arbeiten der „Roycrofter" 
nicht zur Ausstellung gesandt hat, weil jeder, der denselben Interesse 
entgegenbringt, sie am besten an Ort und Stelle studiren kann. Elbert 
Hubbard hat daselbst eine ideale Stätte geschaffen, wo Bücher gedruckt, 
gebunden und mit der Hand illuminirt werden, wo jeder Arbeiter das, was 
er thut, unter seinem Namen thut. Bisher war es nur zu sehr amerikanische 
Geschäftsgepflogenheit, 
dass selbst der eigentliche 
geistige Urheber und der 
kunstbeflissene Arbeiter 
unter dem Firmanamen zu 
verschwinden hatte. Von 
dem Wunsche beseelt, seine 
Schriften nach eigenem Ge- 
schrnacke und Gutdünken 
Ausstellung in ButTala, Grueby Ponery, Boston ZU verlegen, hat Hubbard auf 

	        
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