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MAK

Full text : Monatszeitschrift V (1902 / Heft 3)

minutiöseAusfihrungzeichnet

 sich Rotys Plaquette auf

den Beginn des neuen Jahrhunderts

 aus, welche als

ofiicielle Erinnerung an die

PariserWeltausstellungausgegeben

 worden ist; sie

wurde für Seine Majestät in

Gold ausgeprägt.

DIE SAMMLUNG

KUNSTINDUSTRIELLER

GEGENSTÄNDE hat im

Jahre xgox erworben: eine

kleine Anzahl moderner

französischerPlaquettenvon

Roty, Vernon, V. Peter,

Daniel Dupuis, ferner eine

Buchsbaumstatuette, darstellend

 Kaiserin Maria

Theresia im Herrnelinmantel,

 mit Scepter, zu Üferde;

eine gute, wohl einheimische

Arbeit aus der Zeit, die an

den Riedingerschen Stich

mit derselben Darstellung

anklingt F. Vernon, Medaillen auf die Vermählung des Prinzen Louis

Philippe d'Orleans mit der Erzherzogin Maria Dorotbea



Aus Schloss Laxenburg

 wurde im Tauschwege

übernommen ein hübsches und historisch interessantes Leuchterweibchen vom Anfange

des XVII. Jahrhunderts (vielleicht Nürnberger Arbeit), mit dem Wappen der Stadt Eger

und ehedem im Rathhause dieser Stadt befindlich. Der Leib des niedlichen Figürchens in

charakteristischer Tracht läuft in zwei prächtige Geweihe eines Zehnenders aus.

Zu erwähnen Wäre auch die Ergänzung der im Saale XX befindlichen interessanten

Altargarnituren aus weissem Porzellan durch eine Reihe weiterer Stücke, welche, wie die

früheren, leihweise aus der geistlichen Schatzkammer übernommen wurden. Es handelt

sich dabei um eine Suite von Aposteltiguren, Cruciiixen, Leuchtern, Messkännchen,

Tassen, Waschbecken, Weihrauchkesseln, Glocken, Rahmen zu den Canontafeln u. s. w.,

von denen nur ein Theil bei der Aufstellung der kunstindustriellen Sammlung im kunsthistorischen

 I-Iofmuseum aus der geistlichen Schatzkammer dorthin entliehen worden war.

Der ganze Altarschmuck ist, wie sich jetzt herausstellt, von dem berühmten

Modelleur J. j. Kändler über Auftrag Friedrich August II. von Sachsen, für dessen

Schwiegermutter Kaiserin Amalia ausgeführt worden, kam jedoch erst i7 50 als Geschenk

an Kaiserin Maria Theresia.

Unter dem Zuwachse der GEMÄLDEGALERIE DES ALLERHÖCHSTEN KAISER-I-IAUSES

 an älteren Bildern ist sowohl in Bezug auf die dargestellte Person, als in costümgeschichtlicher

 Beziehung von besonderem Interesse das Porträt des Stifters der

Ambraser-Sammlung Erzherzogs Ferdinand von Tirol in jugendlichem Alter (etwa zwanzigjährig),

 gemalt von seinem I-Iofmaler Jacob Seissenegger (r5o5-x567). Das Bild wurde

im Kunsthandel zu Venedig erworben und wies starke, doch ohne Schwierigkeit zu

entfernende Übermalungen auf.

Von neueren Gemälden sind vor allem zu den bereits im Berichte für xgoo erwähnten

Bildern von A. von Pettenkofen zwei weitere, aus Wiener Privatbesitz erworbene Gemälde
            
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