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MAK

Full text : Monatszeitschrift V (1902 / Heft 4)

Schädels, der Nase, der

sprechendeZug des Mundes,

die diskrete Farbe, die sich

auffallend mit grauen Lufttönen

 kühlt, sind anzuerkennen.

 Unter mehreren

Damenbildern des Künstlers

steht noch immer das der

schönen Gräfin von der

Gröben(189x) voran. Es hat

die warme Blankheit von

poliertem Elfenbein, noch

gehoben durch die Montierung

 in schwarzem Sammt

und anderen brünetten Dingen.

 Unter den jüngsten

Damenporträts wirkt das

Brustbild der Frau von

Gomperz-Bettelheim besonders

 günstig, weil ein spezifisch

 malerisches Arran- V

gement, das schon an Inszenierung

 erinnert, tadellos

vornehm behandelt ist. Von

Laszlö sieht man eine interessante

 Reihe von Bildern,

OttoPrütScher,Handspiegel,Kupfer, in denen er teils leitende

ausgeführt von Nikßlaus Sladler und Personen der Öffentlichkeit zu charakterisieren, teils der

Johann 50mm grande dame gerecht zu werden hat. Sein Porträt Papst

Leos XIII. fesselt zunächst die Aufmerksamkeit. Es ist

ganz hell, auf den Eindruck von Weiss gemalt; etwas durchgeistigt Zartes, das sogar

nur einen ganz unschädlich neutralen Hintergrund von hellgraulicher Luft verträgt. Der

Papst sass dem Künstler vierzehnmal, und dieser zeichnete zunächst verschiedene Kreidestudien,

 die nicht entsprechen wollten. Eine Bleistiftzeichnung ist das eigentlich beste

Papstporträt, das hiebei erzielt wurde. Dann entschloss er sich zu einer rapiden Augenblicksmalerei

 von frischem Wurf, und deren Ergebnis ist das endgiltige Bild. Es ist dann mit

aller Zierlichkeit durchmodelliert und zeigt auch in der Charakteristik, namentlich des für

Porträtisten gefährlichen Lächelns, einen

gewissen Takt. Das Bild war auf der

Pariser Weltausstellung. In der Purpurtonart

 geht dagegen das Porträt des Kardinals

 Rampolla, das mit seinem mancherlei

 Rot an das berühmte Innocenz-Porträt

 Velazquez' im Palazzo Doria erinnert.

Dieses rot-in-rote Porträt par excellence

bildet allerdings noch eine merkwürdig

gedämpfte Harmonie und wird, auch vom

Nachaltern abgesehen, niemals das „Brillante"

 des Laszldfschen Effektes gehabt

haben. Auch die Behandlung ist etwas

zu penibel, der Künstler kämpfte mit dem

geistigen Gehalt und politischen Gewicht, A. Ruben, Teekanne, Kupfer, ausgeführt von Karl Wiedsuuck



Otto Prutscher, Standuhr, Kupfer,

ausgeführt von Nikolaus Sradler




            
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