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MAK

Full text : Monatszeitschrift V (1902 / Heft 4)

einer nüchternen Stube, die eine ganze Fensterwand mit nüchterner Tageshelle durchströmt.

 Es ist ein Silbergeriesel in der ganzen Luft, deren Durchsichtigkeit man zu sehen

meint. Nur das Rot der Kleider sollte weniger kompakt sein. Schliesslich erfreut wieder

einmal Georges Hitchcock durch seine originellen Einfälle. Seine „Heilige Genovefa" im

Gefilde voll blühenden hochstämmigen Unkrautes ist von Paris her bekannt; Bastien-Lepage

 klingt darin nach, mit englischer Lilienstimmung gemischt. Ein holländisches

Blumenmädchen mit bunten Tulpenbeeten hinter sich ist eine reizende Sonnenlichtstudie.

Unter den deutschen Bildern ist mehr trockene Tüchtigkeit, als unser Breitegrad verträgt.

Manches wohlbekannte Bild taucht auf; so Werner Schuchs „Grosser Kurfürst bei

Fehrbellin", gewiss ein treffliches Blatt Historie, aber von wenig malerischem Gehalt.

Mehrere grosse Geschichtsbilder stammen vom „Verein für historische Malerei" her; sie

stehen alle weit hinter der Piloty-Schule.

Durch solche Förderung kommt die Malerei

gewiss nicht vorwärts. Erquicklicher als die

Verwundungen Tillys und die Begrüssungen

 Blüchers sind jene Ausnahmen, wo

Licht und Farbe zu Worte kommen, wie

in einem Korb voll gleissender Seei-lschchen

von Hammann-I-Ioppe. Interessant ist ein

grosses Bild des Dänen Laurits Andersen

 

Arthur Rubinsteiu, Beleuchtungskörper, Bronze
            
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