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Full text: Monatszeitschrift V (1902 / Heft 10)

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Ausstellung in Düsseldorf, Krupgfsches Arbeiterwohnhaus 
bestrebungen soll das ja nicht sein, aber es ist ein guter Anfang, aus dem 
sich mit vernünftiger Arbeit ein neuer Lokalstil entwickeln mag. Hier treffen 
sich bei uns Radikale und Gemässigte, Hoffmann steht offenkundig auf 
diesem Standpunkte und das Österreichische Museum und mit ihm 
viele Möbel-Künstler, die der Führung des Museums folgen. Van der 
Velde hält das für Atavisrnus, nicht für eine Kinderkrankheit, sondern für 
echte und rechte Verdorbenheit, aus der es keine Rettung gibt. In Düsseldorf 
war man nicht dieser Meinung und wie erwähnt, alles, was die Österreicher 
brachten, fand wohlwollende Beachtung, vielfach laute Anerkennung. Über 
Hoffmanns dekorative Raumgestaltung des einen Saales der Sezession mit 
den rauben weissen Kalkwänden und eingelassenen bunten Schmetterlingen 
und Skarabäen mögen immerhin die Meinungen auseinandergehen, aber die 
beiden anderen Ausstellungssäle mit der Säulenarchitektur in lichtem Holz 
an den Eingängen sind ernste treffliche Leistungen, von Portois und Fix mit 
gewohnter Exaktheit ausgeführt; ebenso ein Bücherschrank aus Palisander 
mit Alpakka-Einlagen und ein Photographienkästchen aus gleichem Holze 
mit Holz- und Elfenbeinintarsien und Metallbeschlägen. Höchst wirksam, 
originell und in allen Details vorzüglich ist das von Bauer entworfene Thee- 
zimmer der Sezession, mit umlaufenden Wandverkleidungen aus irisierenden 
Kobaltgläsern von Spaun und Möbeln in Korallen- und Pallisanderholz von 
Fix; die Büffetschränke gehören zu den besten modernen Möbeln der
	        
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