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MAK

Full text : Monatszeitschrift V (1902 / Heft 10)


Ausstellung in Düsseldorf, Kelch, Silber vergoldet,

von Engelbert Hoütege m48, Domschatz zu

Osnabrück

555



Ausstellung in Düssseldorf, Silherbecher. Emailrnalerei

 und Grisaille mitVergoldung auf schwarzem

Grund, Lirnoges (.7), Ende des XVl. Jahrhunderts.

Sammlung Thewalt-Köln

sich urn seine Achse gedreht hat, haftet dem Werke schon bei seiner Geburt der Stempel

des Unzeitgemässen an. Heute erwartet man für einen solchen Brunnen andere Formen,

sogar ein anderes Griechentum. Kundmanns Athena (Laaser Marmor und vergoldete

Bronze) ist trotz der grossen Verhältnisse mit ungemeiner Zierlichkeit durchgebildet. Man

möchte sie einen zierlichen Koloss nennen. Darin liegt jedenfalls ein störender Widerspruch.

 Die Nebenfiguren aber und ihre Anordnung sind etwas recht Akademisches. Der

Lebiedzkfsche Fries (huldigende Künste, Wissenschaften und Gewerbe), etwa zo m lang,

wirkt mit dekorativer Kraft. Die Figuren, obgleich stilisiert, weisen manchen nationalen Zug

auf, was ihnen zum Vorteil gereicht. Der Künstler hat übrigens schon Erfahrung in solcher

Friesarbeit, denn er hat auch Rahls ähnlichen Fries an der Facade der Hansen'schen

Akademie in Athen ausgeführt. Der Wiener Fries ist allerdings Mosaik, aus der Tiroler

Glasmalerei in Innsbruck. Diese Anstalt hat durch ihre letzten Aufträge für Wien (auch

Rollers „BergpredigWfür dasTympanon derBreitenseerKirche) an Farbenfrische gewonnen.

AS BRAHMS-DENKMAL. Die juryfürdasWienerBrahms-Denkmalhatden Entwurf

 Weyrs zur Ausführung angenommen. Änderungen sind natürlich vorbehalten.

Über Weyr als Porträtbildner sind die Akten noch nicht geschlossen oder vielmehr noch

nicht erschlossen. Seine grosse marmorne Kaiserstatue in der Aula des Polytechnikums

ist allerdings ein wirksarnesWerk, dochist dieWirkungnaturgemi-issmehr auf die mitBarock-
            
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