MAK

Full text: Monatszeitschrift V (1902 / Heft 11 und 12)

Schülers zur Selbsttätigkeit, 
ferner eine innige Verbindung 
des Zeichenunterrichtes mit dem 
Modellierunterrichte und die An- 
wendung von Darstellungsarten, 
die ein tunlichst rasches Arbeiten 
und damit die Bewältigung zahl- 
reicher Formen gestatten. 
Für die gewerblichen Lehr- 
anstalten, bei denen der Zeichen-, 
Mal- und Modellierunterricht eine 
Hauptrolle spielt, wird noch die 
weitere Forderung erhoben, dass 
sich die Unterweisung in diesen 
Disziplinen von allem Anfange an 
den speziellen fachlichen Bedürf- 
nissen jeder einzelnen Anstalt zu 
akkomodieren habe; zur Er- 
klärung sei beigefügt, dass die 
Lehrpläne und Methoden der all- 
gemein-bildenden Lehranstalten 
in zu weitgehendem Masse an 
der erstgenannten Schulkategorie 
Anwendung gefunden haben, so 
dass der fachliche Charakter des 
Unterrichtes zu spät und daher 
Ausstellung in Bristol, Schrank von E. w. Savory nicht ausreichend zum Ausdrucke 
gekommen ist. 
Während die Reform des Zeichenunterrichtes an den allgemein-bil- 
denden Lehranstalten derzeit noch den Gegenstand eingehender Erwä- 
gungen bildet, hat das Ministerium für Kultus und Unterricht bei den ihm 
unterstehenden Bildungsstätten kunstgewerblicher Richtung im Hinblick 
auf deren besondere Bedeutung für Gewerbe und Industrie schon vor längerer 
Zeit weitreichende Reformen auf dem Gebiete des Zeichen-, Mal- und 
Modellierunterrichtes angebahnt und seither eine Reihe von Massnahmen 
getroffen, die als geeignet zur raschen Einführung der neueren Methoden 
in diesen Lehrfächern erkannt wurden. 
Schon im Jahre X899 ist diesen Anstalten die tunlichst frühzeitige Ein- 
führung des Zeichnens, Malens und Modellierens nach Naturformen, dann 
die Pflege von Übungen im Stilisieren und im Entwerfen kunstgewerblicher 
Objekte, die Anordnung von Klausurarbeiten etc. zur Pflicht gemacht worden; 
bestimmte Normen für die Art der Durchführung dieser Verfügungen wurden 
absichtlich nicht gegeben, um den Lehrkräften die Möglichkeit zu bieten, 
vollkommen unbeeinflusst jene Wege zu betreten, die ihnen zur Erreichung
	        

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