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MAK

Full text : Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 2 und 3)

In dem Speisezimmer von

George Walton ist das hervorragendste

 Stück die grosse Kredenz

 aus mattem Nussholz.

Allerdings stellt der massive Bau

die grössten Ansprüche auf die

Tragfähigkeit der fast in eine

Spitze auslaufenden dünnen

Beinchen, sonst aber ist die

Form gefällig und die Raumausnützung

 bei der Anbringung

der zahlreichen offenen und verschliessbaren

 Fächer und Laden

äusserst praktisch. Der Tisch

ist eine graziöse Wiederholung

des wohlb ekannten altenglischen

„gate table"; dagegen stellt der

einarrnige Sessel eine Form vor,

die in der Geschichte der Möbelkunst

 nicht zu finden ist und

hoffentlich auch in Zukunft als

vereinzeltes Beispiel schlecht angebrachter

 Originalität dastehen

wird. Der Karton über der Kre-Ans

 ä Crafts Ausstellung in London, Stuhl, Eichenholz, denz ist für MoSaik_AusfühI-ung

von C" Fi A" voysey bestimmt. Die Kerzenleuchter

aus Messing und poliertem Eisen

haben die Gestalt einer magnetförrnigen Doppelkurve, in der Mitte von

einem Reifen zusammengehalten, was nichts als die moderne Adaptierung

einer alten, in Kirchen verwendeten Form ist.

Die Arbeiten von C. R. Ashbees Guild of Handicraft sind den Lesern

von Kunst und Kunsthandwerk zu gut bekannt, um von neuem vorgeführt

zu werden. Da ist wieder Ashbees grosses Schaustück, das enorme, viereckige

 und reich dekorierte Klavier und ein Schreibschrank, der in

geschlossenem Zustand einem Pianino ähnelt. Im grossen ganzen suchen

die Möbeln der Guild ihren Wert in der Kostbarkeit des Materials und der

unübertrefflichen Sorgsamkeit der Ausführung. Nebenbei bemerkt ist bei dem

Schmuck der Guild of Handicraft das Verhältnis umgekehrt. Kostbarkeit des

Materials zählt da für nichts, da der Platz der teureren Steine durch Halbedelsteine

 eingenommen wird und die Ausführung manchmal geradezu

archaisch ist.

Alle bisher besprochenen Gruppen und Stücke haben, was immer man

daran auszusetzen finden kann, künstlerische Qualitäten, die sie entschieden

beachtenswert machen. Dies ist mehr, als man von den einzelnen Sesseln,


            
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