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MAK

Full text : Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 4)

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(Schlafzimmer, Speisezimmer, Küche, Herrenzimmer, Salon etc.); die sämtlichen Objekte

sind in Ansichten (Masstab i : 5 oder x : 6 oder r : 10) dargestellt und mit den zur Herstellung

einer naturgrossenWerkzeichnung erforderlichen Details und Schnitten in wirklicher Grösse

versehen. Ferner wird jedem Hefte eine perspektivische Darstellung des Gesamt-Wohnraumes

 beigegeben. um die Übersicht zu erleichtern. Einzelne Hake werden Abbildungen

kleiner, im Haushalte oft benötigter selbständiger Möbel (Spieltische, Etageren, Sessel,

Ständer etc.) umfassen.

Der Ladenpreis pro Heft beträgt xo K. Jedes Heft ist einzeln käuflich. Die einzelnen

Hefte erscheinen nach Bedarf in allen Landessprachen.

Das soeben erschienene erste Heft enthält auf n Tafeln ein einfaches Schlafzimmer,

bestehend aus: Bett. Nachtkästchen, Waschkasten, Kleider- und Wäscheschrank, Toilette,

Sessel, nebst dem perspektivischen Übersichtsblatte. Das Werk eignet sich vermöge seiner

Anlage und Durchführung nicht nur in eminentem Masse für die gewerbliche Praxis, sondern

auch für Schulzwecke und zum Selbststudium.

ÄHRISCH-S LOVAKISCHE HAÜBENf" Die bei scheinbarer Gleichförmigkeit

 ausserordentliche Mannigfaltigkeit der mährischen Stickereien und Spitzen,

das feine Farbengefühl, die liebevolle Durchführung haben diesen Arbeiten heute

weitgehende Anerkennung verschafft; man triiTt sie ebensowohl in den kunstgewerblichen

Sammlungen ganz Europas, insbesondere auch im österreichischen Museum, als in

den Salon-Einrichtungen und an den Kleidungen reicher Französinnen oder Amerikanerinnen,

 oft ohne dass die Besitzerinnen wissen, woher die Arbeiten stammen.

Leider ist die Herstellung dieser Stickereien aber schon im Heimatlande selbst fast

ausgestorben. Die guten Stücke dieser Art, die man heute Findet, sind fast alle im Anfange

des 19. Jahrhunderts gearbeitet worden. Es war darum ein sehr verdienstvolles Unternehmen

des Herrn Redakteurs Kretz in Ungarisch-Hradisch, dass er das noch Erreichbare - das

Meiste istja durch Händler bereits in alle Winde verstreut - an Ort und Stelle sammelte

und so auch noch ermöglichte, festzustellen, an welchen Orten bestimmte Muster sich

ausgebildet hatten.

Auch lernt man jetzt erst vielfach die ursprüngliche Anwendung der Stücke kennen.

Uprka hat sie auf drei farbenfrohen Darstellungen festgehalten. Andere Tafeln bringen

75 Abbildungen von Haubendeckeln. Es handelt sich diesmal eben nur um Hauben; doch

hoffen wir, dass bald weitere Sammlungen folgen werden, die auch den Schmuck der

Ärmel, Brautbinden u. s. w. umfassen.

Vorteilhaft wäre es wohl, wenn die Technik der Arbeiten etwas eingehender

beschrieben und der Text einer sorgfältigeren Korrektur unterzogen würde.

jedenfalls können solche Veröffentlichungen aber als Sammlungen von Vorbildern

und Studienmaterial nur aufs lebhafteste begrüsst werden; doch wäre es empfehlenswert,

technische Einzelheiten in grösserer Darstellung zu bringen. Dr.

PREIS-AUSSCHREIBUNG. Die Gesellschaft für vervielfältigende Kunst in

Wien schreibt eine Konkurrenz aus zur Erlangung eines Entwurfes für den Einband

der Jahrgänge der Zeitschrift „Die Graphischen Künste", eines Entwurfes, der zugleich

auch für den Umschlag der vierteljährlich erscheinenden Hefte verwendet werden soll.

Der Entwurf soll künstlerisch vornehm und dabei einfach gehalten sein. Komplizierte

und in vielen Farben gedachte Entwürfe sind schon dadurch ausgeschlossen, dass der

Entwurf sowohl für den Papierumschlag des Heftes, als auch für den Leinwandeinband

verwendet werden soll.

Die Blattgrösse der „Graphischen Künste" beträgt 40 Zentimeter in der Höhe und

30 Zentimeter in der Breite, die durchschnittliche Rückenbreite ihrer Bände 3 Zentimeter.

i Franz Kretz: Mährisch-slovalrische Hauben. (Wien, A. Schooll ä Co., rgoz.)
            
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