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MAK

Full text : Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 5)

m54

der Kunstgewerbeschule verpflanzt zu haben,

war ein glücklicher Gedanke Myrbachs und

wird sich sehr fruchtbar erweisen. Der Unterricht

 umfasst einen Jahreskurs und hat die

Teilnehmer in Knüpferei und Weberei so

weit zu bringen, dass sie ihre eigenen Kompositionen

 unter der Leitung ihres Fachprofessors

 ausführen können. Daneben wird

aber auch die Stickerei gepflegt durch die

Assistentin Fräulein Rothhansl, die hierin

selbständig zu unterrichten berufen ist; die

Absicht ist, die Schüler dahin zu bringen,

Zeichnungen zu entwerfen, Welche technikgemäss

 sind, das Sticken ist also nicht Endziel,

 sondern Mittel zum Zweck der Verbesserung

 und Vervollkommnung der Entwürfe

 für alle Arten von Stickereien. Auch

dies muss als ein grosser Fortschritt bezeichnet

 werden. Die von Frau Guttmann

ausgestellten Arbeiten zeigen, wie mannigfaltig

 und. zukunftsreich diese Art von Weberei

 ist. Man sah höchst merkwürdige

Behänge in weichem grauem Tone, reizende

kleidsame Kragen in Perlenweberei, schöne

Borten. Immer neue Aufgaben werden da

Aussvßllßns dßrWienerKunsrgewerbesehule. gestellt, neue Kombinationen von Techniken

Geier, Tiersiudie von Anton Gerhart (r Meter - -

72 Zentimeterhoch), Snasswschule erfunden, SdVerbindungen von Flechtarbeit

und Weberei, die zweifellos grossen Erfolg



Ausstellung der Wiener Kunstgewerbeschule, Tiger, nach der Natur in Schönbrunn modelliert

von Friedrich Gornik (2 Meter I6 Zentimeter lang), Sxrasser-Schule


            
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