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MAK

Full text : Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 6 und 7)


Solon H. Borglum, An der Grenze von des weissen Mannes Land

das FreiligratHsche Gedicht „Die Revolution" zugrunde liegt, ausgezeichnet.

Ferner hat er für das Ufer des Lake George ein Denkmal geschaffen (siehe

Abbildung), das den Mohikan-Indianer King Hendrick während der denkwürdigen

 Unterredung mit Sir William Johnson im Jahre 1755 darstellt,

und zwar in dem Momente, da der erstere an fünf Stöcken erklärt, dass es

leichter sei, sie zusammen zu zerbrechen, als jeden einzeln, dies auf die

Kriegsführung anwendend.

Es erübrigt uns nun noch der jungen Generation zu gedenken, die unter

den bedeutenden, zumeist in Frankreich herangeblühten amerikanischen

Bildhauern ihre Lehrmeister gefunden hat, zum Teil allerdings auch noch

selbst nach Europa gewandert ist, wo aber oft die älteren Amerikaner ihre

Meister waren.

Zuerst sei hier ein Mann von Talent genannt, der, obgleich nicht

Amerikaner von Geburt, bei St. Gaudens während dessen Pariser Aufenthaltes

 seine I-Iauptanregung und Förderung fand, sodass er dem Meister

schliesslich hierher folgte. Ich spreche von Philipp Martini, der von dem

alten Sienneser Maler Simone Martini abstammt, aber im Elsass geboren

wurde. Martini hat, seit er seinem Meister St. Gaudens von Paris nach

Amerika folgte, bereits viele wichtige Aufträge erhalten, besonders für den

Schmuck der Kongressional Library in Washington. In Buffalo erregte auf

der Ausstellung seine „Flora" allgemeines Aufsehen, deren Modell zierte die

Skulpturenausstellung. Eben ward ihm infolge einer Konkurrenz ein Denkmal

 für Admiral de Terney nach New-Port übertragen.

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