MAK

Full text: Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 6 und 7)

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Nachtkästchen, Mahagoni, poliert, mit 
Bronzebeschlägen 
Tischchen. Mahagoni, poliert, eingelegt, 
mit Bronzebeschlägen 
entstanden und von hier aus seinen Siegeslauf angetreten hatte, mit 
elementarer Gewalt auch in Deutschland durchgesetzt, bis wieder das Prinzip 
der Nützlichkeit und Gebrauchsfähigkeit des uns umgebenden Mobiliars 
die Oberhand gewann und der Biedermeierstil seine Herrschaft antrat. 
In den Text eingestreut sind eine Reihe von Möbeln abgebildet, 
die jetzt im Mobilien-Depot des österreichischen Hofes aufbewahrt werden 
und zur Möblierung der einzelnen Schlösser und Appartements fallweise 
verwendet werden. Die Namen der Verfertiger dieser Möbel sind uns 
bis auf einen, den Tischler ]oh. Nep. Geyer aus Innsbruck, der in den 
Dreissiger-Jahren tätig war, nicht bekannt, doch können wir einzelne Möbel 
als von einer Einrichtung stammend erkennen. Es sollen in dem folgenden 
zu einzelnen Stücken, insoferne sie für unser Thema in Betracht kommen, 
einige Bemerkungen gemacht werden. 
Zuerst sind die Möbel eines Schlafzimmers reproduziert, die aus zwei 
Betten, Nachtkästchen, Hängekasten, Toilettetisch, Aufsatzkasten und 
Toilettespiegel bestehen. 
Das Charakteristische dieser Möbel sind die keulenförmig gebildeten 
Säulen mit der Einschnürung am unteren Ende. 
Der Toilettespiegel geht auf alte Vorbilder des XVIII. Jahrhunderts 
zurück. Wir finden eine sehr ähnliche Form schon im Jahre 1792 im Journal 
des Luxus und der Moden abgebildet. 
Der Toilettetisch zeigt den praktischen Sinn für Konstruktion in der 
Biederrneierzeit, er ist vorne, sowie zahlreiche Entwürfe von Sheraton es 
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