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MAK

Full text : Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 6 und 7)

"D"?

welche den Bogen krönte und Sieg und

Frieden darstellte, von Ward her. Jetzt

ist der greise Künstler mit einer Reiter-Statue

 des General Hancock beschäftigt,

den er sehr monumental und grosszügig

auffasst. Das Ross ist kein eigentliches

Reitpferd, sondern für mächtige Monumentalwirkung

 berechnet. Ich sah den

alten Herrn vor dem prachtvoll gebauten

kolossalen Tiere seine Studien machen.

Ward gebührt unbedingt die Ehre, als

derjenige genannt zu werden, der unter

allen amerikanischen Bildhauern der

erste war, der komponieren konnte und

eine echt künstlerische Auffassung besass.

 Er ist Präsident der „National

Sculpture Society".

Die nächste Generation von Bildhauern,

 die um oder nach der Mitte des

letzten Jahrhunderts geboren war,

machte einen völlig anderen Bildungsgang

 durch. Fast jeder, der Talent in

sich verspürte oder zu bedeutenden

Hoffnungen berechtigte, wanderte nach

dem heutigen Mekka der Kunst oder

wurde von den Seinen dahin gesandt.

Paris war ihr Ziel. Eine Beeinflussung

durch die französische Kunst konnte

natürlich nicht ausbleiben, aber die

starken Talente haben sich immerhin

eine gewisse Originalität bewahrt, die

auch von den Franzosen anerkannt

worden ist. Mehrere dieser jungen Amerikaner haben denn auch in Paris

oder in Rom ihr eigentliches Heim aufgeschlagen oder bringen doch etwa

die Hälfte des Jahres in der ihrer Kunst mehr kongenialen Umgebung der

alten Welt zu. So hat Bartlett sein Atelier dauernd in Paris bezogen. Sein

„Lafayette" dient aber zum Schmucke New-Yorks und seine sehr schön

ausgeführte, aber die Detailstudie und Porträtähnlichkeit der geistigen

Auffassung voranstellende Michel Angele-Statue zierte die Skulpturausstellung.

 Auch reklamiert Ward ihn als Mitarbeiter an seinem Fries

für die Börse.

Echechiel, ebenfalls eines unserer bedeutenden Talente, lebt dauernd

in Rom, William Couper aus Virginia, der sich hauptsächlich durch Reliefwerke

 auszeichnet, ist, nachdem er in München studiert, nach Rom

Herber: Adams, William Ellbery-Channing
            
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