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MAK

Full text : Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 8 und 9)

auszeichnet und vielmehr eine natürliche

 Beschaffenheit als eine nachträglich

 aufgebrachte Dekoration der

Gegenstände zu bilden scheint. Ein

feiner, auf japanische Einflüsse weisender

 Naturalismus befreite die Formengebung

 von dem Nachahmungstrieb der

Verfechter historischer Stilgattungen.

So gewann das dänische Porzellan

schon in einer Zeit Selbständigkeit und

Freiheit, in der man bei uns noch vollständig

 am I-Iergebrachten klebte und

man muss ihm mit Recht eine Rolle

in dem siegreichen Kampfe zuweisen,

der eine so grosse Umwälzung des

Geschmackes herbeiführte, wie wir sie

heute fühlen. Wir bringen Abbildungen

von einigen Stücken, welche als die

ersten Zeugnis vom neuen Kurse

ablegten und stellen daneben wieder

Beispiele aus jüngster Zeit. Die Epoche

bis zur letzten Pariser Weltausstellung

1900 war ausgefüllt durch eine Ausbreitung

 nach jener Richtung, welche am

Kontinente noch immer für modernes

dänisches Porzellan als die charakte-Fassade

 der EverarcPscl-ren Druckerei in Bristol von fistische  DefEinüusskünstlefischen

w' 1' Nwby Geschmackes ist nunmehr viel weitgehender

 als in früheren Zeiten.

Von der Erzeugung der Gebrauchsware fast ganz getrennt, hat sich

eine Reihe von künstlerischen Kräften herangebildet, denen ein direkter Ein-Fluss

 eingeräumt wurde. Nun handelt es sich nicht mehr um „Dekorierung"

vorhandener Formen, sondern um Schaffung von Arbeiten persönlicher

Eigenart. Die Damen E. I-Iegermann-Lindencrone, J. Garde, J. Plockross,

E. Drewes, Hahn Jensen, die Herren S. Hammershyii, A. Locher, S. Wagner,

H. Kofoed, E. Petersen, M. Reesen-Stenstrup, welche heute den künstlerischen

 Stab der Firma ausmachen, haben das Verdienst, innerhalb der durch

Technik und Material gegebenen Grenzen eine grosse Mannigfaltigkeit der

persönlichen Behandlungsweise erreicht zu haben.

Nun haben sie auch unter neuer Leitung neue Wege eingeschlagen.

Inzwischen erfolgte der Übergang des Betriebes der Fabrik an eine Aktiengesellschaft

 unter der Direktion Harald Bings und unter Schaffung eines

mehrgliedrigen Direktionsrates, die Berufung Krohns zum Direktor des

Kopenhagener Kunstindustriemuseums. Ein neuer künstlerischer Kurs
            
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