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MAK

Full text : Monatszeitschrift VI (1903 / Heft 8 und 9)

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W. j. Neaxbys Atelier

einer grossen Platte malt, dann der leichteren Feuerung wegen die Platte

den Konturen der Zeichnung gemäss in unregelmässige Stücke schneidet,

welche wieder zusammengesetzt werden, nachdem die Farben eingebrannt

sind. Eine andere Methode wieder ist sein „Tempera Impasto", meistens in

reichen Farben mit Gold und Silber dick aufgetragen und nicht gefeuert,

womit er eine eigentümlich reizvolle, den alten Gessoarbeiten ähnliche

Wirkung erzielt. Wieder andere Arbeiten sind in einer Art Töpferei-Mosaik

ausgeführt.

Doch beschränkt sich Neatby's keramische Kunst nicht auf Flacharbeiten.

Er ist ebenso Bildhauer, als Maler. Zahlreich sind seine Arbeiten in

gebrannter und glasierter Terrakotta, in „Carrara-Ware", das heisst Terrakotta

 mit eierschalenartiger Oberfläche: Karyatiden, Freif-iguren, ornamentale

 und figurale Reliefs. So hat er die Zwickel zwischen den Bogen in

der Manchester-Kunstschule mit Reliefliguren von Engeln mit ausgebreiteten

Flügeln gefüllt, die als Raumkomposition kaum übertroffen werden können.

Die hier reproduzierte Lampenträgerin ist lebensgross in brauner Terrakotta

 ausgeführt und bemalt. So ist die Innenseite des Schultemüberwurfes

tiefrot, während das Halsband, die Spange und das Ornament des Kleides
            
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